Duell Schweden gegen Irland endete mit 1:1-Remis

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Schweden und Irland trennten sich schließlich im Remis.
Schweden und Irland trennten sich schließlich im Remis. - © AFP
Ein leistungsgerechtes Remis: Schweden und Irland haben sich am Montag bei der Fußball-Europameisterschaft im Duell der Außenseiter der Gruppe E mit einem 1:1-Unentschieden getrennt.

Die Tore im Stade de France von St. Denis in einem erst nach der Pause attraktiven Spiel erzielten Wes Hoolahan (48.) (Schweden) und Ciaran Clark  (Irland) mit einem Eigentor (71.). Damit blieb Schweden auch im siebenten Pflichtspiel gegen die Iren ungeschlagen.

In einer mäßigen ersten Hälfte mit wenig Torszenen waren es die Iren, die erste zaghafte Offensivbemühungen zeigten. Jeffrey Hendrick produzierte einen Aufsetzer, den Schweden-Tormann Andreas Isaksson zur Ecke abwehren konnte (9.). In weiterer Folge übernahmen die Iren zwar zunehmend das Kommando, halbwegs gefährlich wurde man jedoch nur aus der Distanz.

Ibrahimovic konnte nicht für Schweden punkten

So nahm sich Robbie Brady ein Herz, sein Schuss von der Strafraumgrenze strich aber knapp über das Tor der Schweden hinweg (29.). Näher kam einem Torerfolg kurze Zeit später Hendrick, der den zu weit vor seinem Tor stehenden Isaksson bemerkte. Sein Versuch aus 25 Metern landete aber nur an der Querlatte.

Damit war das Offensivpulver vor dem Seitenwechsel allerdings endgültig aufgebraucht. Von Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic war bis zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen. Er tat sich ohne Unterstützung seiner Teamkollegen an vorderster Front jedoch sehr schwer und versuchte sich mehr schlecht als recht als Ballverteiler im Mittelfeld.

Zweite Hälfte: Irland wachte auf

Mit dem Blitzstart nach Wiederbeginn der Iren nahm die Partie endlich Fahrt auf. Hoolahan verwandelte eine Hereingabe von Seamus Coleman mit einem sehenswerten Halbvolley aus gut elf Metern und weckte damit auch Schwedens Offensive auf. Die beste Möglichkeit nach einer Reihe von Eckbällen vergab Leipzig-Legionär Emil Forsberg, der einen Abpraller nicht im Tor unterbringen konnte. Zuvor hat Clark mit einem Querschläger die Reflexe seines Tormanns Darren Randolph geprüft (50.).

Die Schweden suchten jetzt immer wieder Ibrahimovic, der einem Treffer bei seiner vierten Endrunde aber nicht näher kam, als bei einem versuchten Seitfallzieher, der sein Ziel aber klar verfehlte (60.). Immerhin bereitete “Ibra” nach einer schönen Kombination den Ausgleich der Schweden vor. Allerdings fand seine scharfe Flanke keinen Abnehmer aus den eigenen Reihen. So musste Clark richten, was den Schweden nicht gelang. Beim Versuch den Ball zu klären lenkte der Verteidiger den Ball unhaltbar ins eigene Tor ab.

In der Schlussphase wollten beide Mannschaften den Sieg, den sie in Hinblick auf die favorisierten Gruppengegner Italien und Belgien wohl auch dringend nötig gehabt hätten. Letztlich blieb es dann bei einem leistungsgerechten Remis.

Meinungen zum EM-Spiel Irland – Schweden

Wes Hoolahan (Irland-Torschütze): “Ein Tor für Irland bei einem Turnier zu erzielen war einer der schönsten Momente meiner Karriere. Jetzt freuen wir uns auf das Spiel gegen Belgien. Die Jungs sind zwar etwas enttäuscht, aber wir nehmen den Punkt mit. Wir haben viele Chancen kreiert, haben eine exzellente erste Hälfte gespielt. Ich denke, wir können stolz auf unsere Leistung sein.”

Martin O’Neill (Irland-Trainer): “Wir hätten das Spiel in der ersten Hälfte entscheiden können, aber wir haben das Tor nicht gemacht. Nach der Pause sind wir verdient in Führung gegangen. Die Jungs haben es sich verdient, hier zu spielen. Wir sind über den Ausgleich natürlich enttäuscht, aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Leistung war hervorragend. Jetzt warten zwei sehr schwere Spiele auf uns.”

Erik Hamren (Schweden-Trainer): “Wenn wir offensiv so schlecht spielen wie in der ersten Halbzeit, können wir Zlatan nicht richtig einsetzen. Er muss sich dann zurückfallen lassen und die Bälle selbst holen.”

Zlatan Ibrahimovic (Schweden-Angreifer): “In der ersten Halbzeit war nicht alles gut, die zweite war besser. Das Wichtigste war, dass wir nicht verloren haben. Es sind noch zwei Spiele , da müssen wir punkten. Ich habe gekämpft, aber ich kann mehr und muss mehr zeigen.”

>> Das Spiel im LIVE-Ticker zum Nachlesen.

(APA)

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