Drohung mit Armbrust, Flucht mit Machete: 18-Jähriger schweigt

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Der Verdächtige hüllt sich in Schweigen.
Der Verdächtige hüllt sich in Schweigen. - © APA (Symbolbild)
Der polizeibekannte Bursch, der seine Mutter am Mittwoch in Alterlaa erst seine Mutter mit einer Armbrust bedrohte und danach mit einer Machete flüchtete, verweigert seine Aussage.

Warum ein 18-Jähriger am Mittwoch in Wien-Liesing seine Mutter mit einer Armbrust bedroht und einen 73-Jährigen mit einem Messer verletzt hat, soll sein Geheimnis bleiben. Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger gestaltete der Verdächtige seine erste Einvernahme nach seiner Festnahme am Donnerstagabend eher kurz. Er sage nichts, gab er an.

Der junge Mann war zuvor unweit des Tatorts beim Kaufpark Alterlaa in der Anton-Baumgartner-Straße von Securities erkannt worden, die die Polizei verständigten. Die Beamten nahmen den 18-Jährigen ohne Gegenwehr fest. Er hatte am Vorabend seine Mutter im Zuge eines Streits mit einer Armbrust bedroht. Die Frau rief daraufhin die Polizei.

Filmreife Flucht vor der WEGA

Der Bursche zielte dann auch auf die WEGA-Beamten, ergriff aber die Flucht. Dazu rannte er auf den Balkon der Wohnung im zehnten Stock und sprang von dort auf einen Balkon zwei Stockwerke darunter. Dann schlug der 18-Jährige die Scheibe einer Balkontür ein und bedrohte die erschrockenen Bewohner der fremden Wohnung, ehe er sein Flucht Richtung Garage fortsetzte.

Während der Flucht vermummte sich der Täter und trieb offensichtlich irgendwo eine Machete auf. Damit schlug er in der Garage die Seitenscheibe eines Autos ein, wodurch der 73-jährige Fahrzeuglenker an der Hand verletzt wurde. Der Bursche bedrohte den Mann mit dem Umbringen, sollte er ihm das Auto nicht sofort überlassen. Der Pensionist allerdings stieg aufs Gas und fuhr davon.

Verdächter ist polizeibekannt

Der 18-Jährige war der Polizei nicht unbekannt und dürfte am Mittwoch unter Alkoholeinfluss gestanden sein. Bei seiner Festnahme wurden die Armbrust mit Munition, die Machete und diverse andere Messer sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete die Untersuchungshaft an, es gab Anzeigen wegen gefährlicher Drohung, Widerstands gegen die Staatsgewalt, Sachbeschädigung, versuchten schweren Raubs, Diebstahls sowie Diebstahls durch Einbruch oder mit Waffen.

(APA, Red.)

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