Dritte ORF-“Wahlfahrt” mit Hundstorfer und Khol: Reserviert vs. aufgedreht

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Hanno Settle empfing als Chauffeur bei der ORF-“Wahlfahrt” am Donnerstagabend seine letzten beiden Fahrgäste: einen reservierten Rudolf Hundstorfer (SPÖ) und einen umso aufgedrehteren Andreas Khol (ÖVP).

Neben dem sehr unterschiedlichen Temperament der beiden Beifahrer mit den Hofburg-Ambitionen kristallisierten sich auch die neuen Technologien als Unterscheidungsmerkmal heraus. Ihrem Schicksal als ewige Personalreserve (Hundstorfer) bzw. zweite Wahl (Khol) stellten sich die beiden mit Gleichmut.

Settele hatte Spiele für Khol und Hundstorfer

Schon das Spiel “Wer hat’s gesagt?”, bei dem Aussagen zur Ausländerpolitik FPÖ- bzw. Koalitionspolitikern zuzuordnen galt, quittierte Präsidentschaftskandidat Hundstorfer mit Kopfschütteln. Warum? “Na weil ich mir ungefähr vorstell’, was da jetzt kommt.” Kohl ermahnte Settele im Mercedes-Youngtimer hingegen, beim Vorlesen mehr auf die Straße zu achten. Einig waren sich beide in der Verteidigung der Regierungslinie in Sachen Flüchtlinge.

Ein Khol-Selfie und Schwärmen über Kühe

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Khol schoss ein Selfie mit dem ORF-Journalisten und lichtete auch Salzburger Kühe ab. Eine Anekdote über seinen Sohn, einem Veterinär, der in jungen Jahren gerne über die Schönheit der Paarhufer schwärmte, war da nicht weit. “I hab ma gedacht, Herrgott, so hab’ ich in dem Alter von die Weiber g’red’t.”

Wortkarger zeigte sich Hundstorfer. “Manchmal macht es nachdenklich, dass man als 64-Jähriger Personalreserve ist”, meinte er. Er freue sich jedenfalls darauf, “dass ich’s werd'” – also Bundespräsident. Khol zeigte sich über das Prädikat “Weltbester der Zweitbesten” amüsiert. Vom niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll, dem ursprünglichen ÖVP-Favoriten, fühle er sich unterstützt. “Und natürlich, mit dem Erwin reden ist immer ein Gewinn.”

Schoko-Verkostung bei der letzten”Wahlfahrt”

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Ein weiterer Programmpunkt war die Verkostung von Mozarttaler-Wahlgeschenken; auch jenen des Gegners. “Meiner war geschmacklicher”, so Hundstorfer, der nach eigenen Angaben “leider esstechnisch sehr vielseitig orientiert” ist. Khol gab mehrsprachige Kostproben seines Könnens als Reiseleiter.

Zum Abschluss beteuerte der ÖVP-Kandidat dem “verehrungswürdigen Herrn Settele”, dass es ihm “ausgesprochenen Spaß gemacht” habe. Er könne sich sogar vorstellen, ein Monat lang mit Settele derart umherzureisen. Hundstorfer wurde vom ORF-Chauffeur mit einem Band “Facebook Marketing, Social Media für Dummies” beglückt – weil er gemeint hatte, er lasse diese von anderen betreuen.

Setteles letzte “Wahlfahrt”: “Everyone’s A Winner”

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Am Ende blieb Settele allein. Das verstohlene Ausprobieren der präsidentielle Rot-Weiß-Rot-Schärpe bildete den Abschlussgag, bevor er zu den Klängen von “Everyone’s A Winner” von Hot Chocolate Richtung Hofburg brauste.

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>>Gegensätze bei der “Wahlfahrt”: Van der Bellen und Hofer bei Hanno Settele

 

(apa/red)

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