Drei Monate Badesaison: 1,9 Mio. Wiener suchten Abkühlung

Allein im Juli suchten fast 1,2 Mio. Wiener Abkühlung in den Freibädern.
Allein im Juli suchten fast 1,2 Mio. Wiener Abkühlung in den Freibädern. - © EPA
Wien - Einem schlechten Saisonstart zum Trotz können die Wiener Freibäder das zweitbeste Juliergebnis aller Zeiten verbuchen. Durch die Wetterkapriolen gab es so viele Ausfälle wie noch nie, gleichzeitig aber auch so viele gute Tage wie selten zuvor.

Trotz denkbar schlechtem Saisonstart mit kühl-verregnetem Mai sind die Wiener Freibäder mit den Besucherzahlen zufrieden: Gut 1,9 Mio. Gäste suchten bisher Abkühlung in den städtischen Schwimmbecken. Damit liege man in den ersten drei Monaten leicht über dem Durchschnitt, so Bädersprecher Martin Kotinsky. Verantwortlich für die positive Bilanz ist vor allem der Juli mit seinen rund 1,2 Mio. Hobbyschwimmern, womit das zweitbeste Juliergebnis überhaupt in Wien erreicht werden konnte.

1,905.000 Wiener in kühlem Nass

Bis einschließlich Mittwoch wagten 1,905.000 Wiener den Sprung ins kühle Nass, allein im Juli waren es 1,184.262. Bis zum Monatsende am Samstag würde sich die Zahl wohl nicht mehr merklich erhöhen, mutmaßt der Sprecher.

Schleppender Saisonbeginn

Anfangs sah es nicht gerade nach Erfolgssaison aus: Mit 97.137 Besuchern im sogenannten Wonnemonat lief das Badejahr äußerst schleppend an. Im Juni zählten die Badeanstalten dann immerhin 623.395 Menschen. Um die Gesamtbilanz von 2009 zu erreichen, “brauchen wir schon einen halbwegs durchschnittlichen August”, meint Kotinsky. Im Vorjahr haben 2,43 Mio. Sonnenhungrige ihre Längen gezogen. Der Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre liegt bei 2,31 Mio. Menschen, als Rekordsaison gilt weiterhin 2003 mit 3,134.519 Personen als oberster Richtwert.

“Seltsame Saison”

“Die heurige Saison ist äußerst seltsam”, wundert sich der Bäderbeauftragte über eine Jahr der Extreme. Durch die Wetterkapriolen gebe es so viele Ausfälle wie noch nie, gleichzeitig aber auch so viele gute Tage wie selten zuvor. So waren der 4. und 11. Juli mit 115.910 bzw. 115.548 Besuchern der zweit- und drittbeste Tag aller Zeiten. Allein der 22. Juni 2008 liegt mit 125.863 Schwimmern noch einmal deutlich über dieser Marke.

Weniger Saisonkarten

Was den Ticketverkauf betrifft, würde seit Einführung der Monatskarte im Jahr 2007 der Absatz von Saisonkarten zurückgehen, berichtete Kotinsky. Am beliebtesten ist übrigens die ab 13.00 Uhr gültige Nachmittagskarte, die 3,70 Euro kostet. Eine reguläre Tageskarte kostet 4,70 Euro. Die heurige Freibadsaison endet am 19. September.

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