“Donkey Kong Country: Tropical Freeze” im Test: Kongs vs. Viehkinger

Von Rhea Schlager
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"Donkey Kong Country: Tropical Freeze" ist ein absolutes Schmankerl.
"Donkey Kong Country: Tropical Freeze" ist ein absolutes Schmankerl. - © Nintendo
Nach “The Legend of Zelda: Breath of the Wild”, “Mario Kart 8” und “Bayonetta 2”, setzt Nintendo mit “Donkey Kong Country: Tropical Freeze” auf eine weitere Neuauflage der Schmankerl für die Nintendo Switch, die den erhofften Erfolg nicht auf die Flop-Konsole Wii U bringen konnten.

Schon auf der Wii U war “Donkey Kong Country: Tropical Freeze” ein absolut großartiges Jump’n’Run, das auch auf der Nintendo Switch, mit einer Auflösung von 1920×1080 Pixel, überzeugt. In der tropischen Eiszeit sind die Level von Kreativität durchzogen: Nicht nur die einzelnen Welten unterscheiden sich voneinander, auch innerhalb der Level verändert sich die Szenerie so stark, dass hier keine Langeweile aufkommen kann. Mit Donkey Kong gilt es sich affenmäßig durch bekannte Settings durchzukämpfen, während unterschiedliche Fortbewegungsmittel, wie das Nashorn oder das Minenfahrzeug, für Abwechslung sorgen.

Passend zur Thematik der verschiedenen Welten, sorgen unterschiedliche Hindernisse für eine weitere Schwierigkeitsstufte. Obwohl das bunte 2D Jump’n’Run nach einem Videospiel für Kinder aussieht, kann es so manchen Erwachsenen in den Wahnsinn treiben. Altbekannte Hindernisse sorgen für Verzweiflung und oft passiert es, dass man an einer Stelle im Spiel nicht mehr weiß, wie das Level weitergehen soll.

Kein automatisches Speichern im 2D Jump’n’Run

Obwohl die Level selbst sehr lang gehalten sind, gibt es für den Spieler keine Möglichkeit selbst zwischenzuspeichern. Allerdings gibt es eigene Speicherpunkte, die passiert werden müssen um sie zu aktivieren. Steht man also kurz vor dem automatischen Speichern bei einer unpassierbar wirkenden Hürde, muss man das Level so oft neu anfangen, bis der Speicherpunkt erreicht wurde. Das kann dann auch schon zu manchen Wutausbrüchen führen.

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Die tropische Eiszeit wird nicht nur mit Donkey Kong bestritten, auch Diddy, Dixi und Cranky Kong können im Zweispielermodus bei der Bewältigung der Level helfen. Jeder Charakter verfügt über eine andere spezielle Fähigkeit und erleichtert es, an versteckte oder gemein platzierte Items zu gelangen. Man sollte sowieso immer die Augen nach seltsamen Ranken, die sich aus dem Boden räkeln, höher gelegene Baumkronen oder Weggabelungen offen halten. Diese beinhalten meistens Puzzleteile, Kong-Buchstaben oder Bananenmünzen, mit denen Spezialinhalte freigeschaltet werden können.

Funky Kong im Funky Modus

Für all jene, die schon kurz davor sind den Joy-Con in die Ecke zu werfen, gibt es den Switch-exklusiven Funky Modus. Funky Kong ist diesmal nicht mehr nur ein NPC, bei dem Spieler Items kaufen können, sondern auch ein spielbarer Charakter. Er vereint alle Fähigkeiten von Donkey, Diddy, Dixi und Cranky, hat ganze fünf Herzen und verfügt außerdem über ein Surfbrett, mit dem er über so manches Hindernis hinwegsurft. Der Modus kann allerdings nicht während dem Spiel geweselt werden, wodurch Spieler komplett von Anfang beginnen müssen.

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Das Handling ist einfach gehalten und wenn man sich nach kurzer Zeit an die Steuerung gewöhnt hat, funktionieren besonders lange Sprünge und andere Fähigkeiten auch zu zweit sehr gut. Pro Spieler kann zum Zocken ein Joy-Con verwendet werden, mit dem Handheld ist allerdings nur der Einzelspieler-Modus möglich.

Fazit

“Donkey Kong Country: Tropical Freeze” ist eine absolute Kaufempfehlung für Switch-Besitzer. Das Spiel unterscheidet sich inhaltlich und grafisch nur gering von dem Wii U-Original und ist mit 60 Euro auch nicht so billig, weshalb sich Wii U-Besitzer nicht unbedingt das Videospiel anschaffen müssen. Im Regal macht sich der Switch-Ableger aber sehr gut und auch der Funky Modus hat seine Vorzüge, wenn man “Tropical Freeze” einfach nur durchspielen will, ohne an einem Wutausbruch zu verenden.

Das Testmuster wurde uns vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt.

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