Donauzentrum wächst bis Oktober 2010 um ein Drittel

Neuer Bauteil für das Donauzentrum (Rendering)
Neuer Bauteil für das Donauzentrum (Rendering) - © APA/Donauzentrum
Wiens größtes Einkaufscenter wird noch größer: Im Oktober 2010 eröffnet das Donauzentrum in der Donaustadt einen neuen Bauteil, der rund 60 neue Geschäfte beherbergen wird.

Etwa 67 Prozent der neuen Verkaufsflächen sind bereits fix vermietet, bis Jahresende sollen es 80 Prozent werden, berichtete Markus Pichler, Österreich-Chef von Unibail-Rodamco, der Eigentümergesellschaft des Donauzentrums am Dienstag.

Der Bau des neuen Gebäudeteils in der Wagramer Straße schreite gut voran, bis spätestens Ende Jänner sollen die Rohbauarbeiten beendet sein, sagte Center-Manager Christoph Stoll. Dann starte der Beginn des Innenausbaus, ab April beziehungsweise spätestens Mai würden die Mieter beginnen, sich einzurichten. Unter ihnen befinden sich zum Beispiel ein Apple-Store eines “Premium Resellers”, die Buchhandelskette Thalia, der bisher noch nicht in Wien vertretene Textilriese Berksha sowie “Großmieter aus den Bereichen Textil und Elektronik”. Auch Gastronomiebetriebe werden einziehen. Namen könne man aus Wettbewerbsgründen noch keine nennen.

Ziel für das erweiterte Donauzentrum sei “eine gute Balance zwischen internationalen Marken und lokalen Einzelhändlern”, betonte Pichler. Auch auf eine “Nahversorgerkomponente” werde sehr viel Wert gelegt, deswegen könnten in Zukunft auch Gemüse- und Blumenhändler, Bäckereien, Fleischereien oder Tierzubehörgeschäfte im Donauzentrum zu finden sein. Die Fläche des Donauzentrums soll von knapp mehr als 100.000 auf rund 129.000 Quadratmeter erweitert werden – das ist knapp ein Drittel. Zusätzlich sollen rund 1.500 Parkplätze gebaut werden.

Insgesamt sollen durch den Zubau 500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Investitionsvolumen beträgt rund 153 Mio. Euro. Davon werden etwa 109 Mio. Euro für die Erweiterung und 44 Mio. Euro für die Modernisierung des bestehenden Baus verwendet. “Wir wollen ein einheitliches Design schaffen”, betonte Stoll. Es solle kein “alter” und “neuer” Teil entstehen. Besonders viel Wert legten die Architekten – das Raumkonzept stammt vom Londoner Büro Dunnett-Craven – auf Helligkeit und Transparenz, die mittels Glasfassaden erzeugt werden sollen.

Das Shopping-Center wird aber nicht nur zum Einkaufen da sein, sondern auch als sozialer, kommunikativer Ort dienen. “Wir wollen einen öffentlichen Raum schaffen, wo auch Veranstaltungen stattfinden”, betonte der Österreich-Chef von Unibail-Rodamco. Die Eigentümergesellschaft habe sich trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds für den Zubau entschieden, da sie in der Donaustadt einen “Stadtteil als spannendes Zentrum für zukünftige Entwicklungen” sieht. Pichler sieht auch dem Weihnachtsgeschäft “allen Unkenrufen zum Trotz” positiv entgegen: “Ich rechne mit einer stabilen Entwicklung und entsprechenden Umsätzen für die Händler.”

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