Diskussion um BAWAG Verkauf

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Der Betriebsrat der BAWAG fordert vom Noch-Eigentümer ÖGB, seine im Grundsatzbeschluss festgehaltene Möglichkeit, die Bank zu 100 Prozent zu verkaufen, nicht ganz auszuschöpfen.

Betriebsratsvorsitzende Ingrid Streibel-Zarfl verlangte am Samstag, der ÖGB müsse weiterhin eine Beteiligung an der Bank halten.

Außerdem verlangte sie die Einführung eines MitarbeiterInnen- Beteiligungsmodells. Für kommenden Montag wurde eine Betriebsversammlung angesetzt. Dazu wird auch der interimistische ÖGB -Präsident Hundstorfer erwartet. In der Umsetzung dieser Forderung sieht die Betriebsratsvorsitzende „die Nagelprobe, ob sich der ÖGB weiter zu dieser Bank und ihren tausenden MitarbeiterInnen bekennt.

Betreibt man nach 84 Jahren einfach Kindesweglegung oder zählen die MitarbeiterInnen noch etwas? Der Betriebsrat der BAWAG P.S.K. wird sich für ein faires Modell einsetzen und dabei auch die neuen Entscheidungsträger in die Pflicht nehmen“, so Streibel-Zarfl. Die MitarbeiterInnen der BAWAG P.S.K. „fühlen sich verraten und allein gelassen“, von der Politik, der Gewerkschaft und vom ehemaligen Management, heißt es. Es werde sehr schwer werden, das Vertrauen wieder zurückzugewinnen.

Wichtig sei, dass es keine Zwischenrufe und Vorschläge von SPÖ- Vorsitzendem Gusenbauer und Wirtschaftssprecher Matzenetter gebe, „die die Situation unnötig weiter anheizen. Jetzt ist Sachlichkeit gefragt.“ Gusenbauer hatte unmittelbar vor dem Grundsatzbeschluss des ÖGB eine Trennung des ÖGB von der BAWAG gefordert.

„Wer kurzsichtig politisches Kleingeld wechselt, hilft mit unsere Kunden zu verunsichern und damit unsere Mitarbeiter weiter zu belasten. Am besten ist es, wenn sich die Politik zur Gänze aus der Bank heraushält. Wir sind ein gutes und sicheres Bankinstitut“, betonte Streibel-Zarfl.

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