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Diese neun Dinge änderten sich für Autofahrer in den letzten 30 Jahren

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Im Oktober 1987 hat der ÖAMTC in Teesdorf das erste Fahrsicherheitszentrum Österreichs eröffnet. Im gleichen Jahr verunglückten in Österreich 1.469 Personen im Straßenverkehr. Moderne Fahrzeuge, verkehrspolitische Maßnahmen und Fahrsicherheitstrainings haben dazu beigetragen, dass die Zahl der Todesopfer seither um 70 Prozent gesunken ist. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der ÖAMTC Fahrtechnik hat der Club 1.000 Führerscheinbesitzer über 50 Jahre gefragt, was sich aus ihrer Sicht in den vergangenen Jahrzehnten rund um das Thema Auto getan hat.

1. Veränderungen beim Autokauf: Preis und CO2

Während für die Befragten beim Kauf des ersten Autos eher der Grundsatz galt “Hauptsache, es fährt”, legt man heute deutlich mehr Wert auf Sicherheitsausstattung, Komfort und Assistenzsysteme. ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold: “Mit unseren Fahrtechniktrainings leisten wir einen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit, indem wir Lenkern zeigen, wie Assistenzsysteme funktionieren und wie man kritische Situationen erkennen und vermeiden sowie in Extremsituationen reagieren kann.”

Der Preis war und ist das Hauptkriterium beim Autokauf (Erstkauf: 84 Prozent, letzter Kauf: 75 Prozent). Der CO2-Ausstoß war nur zwei Prozent der Befragten bei ihrem ersten Autokauf wichtig, heute interessieren sich 18 Prozent dafür.

Verändert hat sich auch das Informationsverhalten vor einem Autokauf. “Nach wie vor informiert man sich am häufigsten beim Händler, gefolgt von Fachbetrieben und dem Internet. Freunde und Bekannte werden hingegen nicht mehr so oft um Rat gefragt wie früher”, so Schmerold.

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2. Neue Pflichten

Der Club hat außerdem nachgefragt, welche Neuerungen die Teilnehmer der Umfrage in den vergangenen 30 Jahren beschäftigt haben. Knapp drei Viertel der Befragten (71 Prozent) nannten die Gurtpflicht als wichtige Neuerung im Straßenverkehr. Auch die Kindersitzpflicht (57 Prozent) beschäftigte die Befragten.

3. Neues Informationsverhalten

86 Prozent der Befragten finden es wichtig, sich über die technischen Ausstattungen zu informieren.

4. Internet verändert Autokauf

Dabei gewinnen vor allem die Händler und das Internet an Bedeutung. Wurden vor 30 Jahren noch von 36 Prozent Freunde und Bekannte befragt, sind es heute nur noch 15 Prozent. Stattdessen informieren sich nun 66 Prozent (früher: 47 Prozent) beim Händler. 25 Prozent verwenden das Internet als Recherchetool.

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5. Sensoren, Kameras und Co.

In den vergangenen 30 Jahren hat es große technologische Fortschritte gegeben, die für das Fahrverhalten einen enormen Unterschied machen – angefangen beim Anti-Blockier-System, welches 62 Prozent der Befragten als wichtige Neuerung nennen, über Abstandssensoren bis hin zu Spurhalteassistenten.

6. Programmierbare Stabilität

Das Elektronische Stabilitätsprogramm stabilisiert das Fahrzeug und hält es in der Spur, indem gezielt einzelne Räder abgebremst werden.

7. Meilenstein: Airbags

Auch das Aufkommen von Airbags nennen 61 Prozent der Befragten als eine wichtige Neuerung.

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8. Aquaplaning: Alte Regeln gelten nicht mehr

Die neue Technik führte auch dazu, dass Empfehlungen der Fahrtechnik-Experten um 180 Grad geändert werden mussten. Hans Danzinger war von Beginn an als Instruktor dabei und machte diese Entwicklung mit: “Beispielsweise durfte man bei Aquaplaning früher nicht auf die Bremse steigen, um nicht ins Schleudern zu kommen. Dann kamen ABS und elektronische Stabilitätshilfen. Jetzt kann man im Notfall auch bei Aquaplaning voll auf die Bremse treten und das Lenkrad festhalten – den Rest erledigt das Auto.”

9. Fahrsicherheitstrainings

Schmerold zieht beim Thema Verkehrssicherheit eine positive Bilanz: “1987 verunglückten 1.469 Personen im Straßenverkehr, seitdem ist die Zahl der Todesopfer um 70 Prozent gesunken.”

Insgesamt haben bisher 2,2 Millionen Teilnehmer ein Training der ÖAMTC Fahrtechnik absolviert. Davon waren 560.000 junge Lenker, die ihr Training im Rahmen der Mehrphasenausbildung absolviert haben. Und die wirkt: Seit Einführung der Mehrphase 2003 ist die Zahl der tödlich verunglückten jungen Pkw-Lenker um 71 Prozent gesunken.

Zusätzlich zu den Trainings in den Zentren haben bisher über 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche an den Verkehrserziehungsprogrammen des Clubs teilgenommen.

Aquaplaning kann für Autofahrer gefährlich werden.
Aquaplaning kann für Autofahrer gefährlich werden. ©dpa

 

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