“dieRadstation” am Hauptbahnhof: Auch für Arbeitssuchende interessant

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"dieRadstation" am Wiener Hauptbahnhof wurde eröffnet.
"dieRadstation" am Wiener Hauptbahnhof wurde eröffnet. - © APA (Sujet)
Am Mittwoch wurde beim Wiener Hauptbahnhof “dieRadstation” mit 760 bewachten Stellplätzen, einer Fahrradwerkstatt, einem Shop für Fahrradzubehör und einem Bikeverleih eröffnet. Durch die von “Trendwerk” als sozialökonomischen Betrieb geführte Einrichtung bekommen knapp 100 Arbeitssuchende pro Jahr die Möglichkeit, einen neuen Beruf zu erlernen.

Sowohl Wiener als auch Touristen und Pendler sollen von der Radstation profitieren. “Fahrradgaragen verbinden an Verkehrsknotenpunkten Fahrrad und Öffis miteinander”, sagte Martin Blum, Radverkehrsbeauftragter der Stadt Wien, im Rahmen der Eröffnungsfeier: “An modernen Verkehrsknotenpunkten muss auch das Fahrrad einen Platz haben.” “Wenn wir Menschen dafür begeistern wollen, nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Alltag mit dem Rad unterwegs zu sein, müssen wir die entsprechende Infrastruktur schaffen”, betonte auch Harald Frey, Verkehrsexperte der TU Wien.

Neue “Radstation” am Wiener Hauptbahnhof mit 760 Stellplätzen

Die Stellplätze sind gesichert, überdacht und werden videoüberwacht. Die Radstation, die im Auftrag der Stadt Wien betrieben wird, besteht aus drei Teilen mit einer Gesamtfläche von rund 1.200 Quadratmetern: einer großen Station am Bahnhofsvorplatz im 10. Bezirk und zwei dazugehörenden kleineren Radgaragen im östlichen Teil des Hauptbahnhofes.

Arbeitsuchende Menschen werden in der Radstation als Fahrradmechaniker, Verkaufsmitarbeiter im Shop oder als Büromitarbeiter beschäftigt, ausgebildet und bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt. Insgesamt 96 langzeitbeschäftigungslose Menschen sollen pro Jahr zu Fachkräften ausgebildet werden.

Kooperation mit dem AMS Wien

Das AMS Wien übernimmt 2016 mit 900.000 Euro einen Großteil der Kosten für Beschäftigte und Sachaufwände sowie der Anfangsinvestitionen in die Radstation. Ab 2017 sollen die Eigenerlöse des Projekts deutlich größer, der Förderbedarf damit kleiner sein. Für Langzeitarbeitslose sei es besonders schwierig, wieder in den Arbeitsmarkt zu kommen, sagte AMS-Vorstand Johannes Kopf. “Diesen Teufelskreis durchbrechen, das können sozialökonomische Projekte wie dieses”, so Kopf.

Die Stellplätze können tage-, wochen-, monats- oder jahresweise gemietet werden. Eine Jahreskarte kostet 70 Euro. Bis Ende des Jahres ist eine Ausweitung des Angebots mit geführten Radtouren, einer Self-Service Station, einem Fahrradbotendienst, Fahrradtaxis, einer Ausweitung des Fahrradverleihs auf 200 Fahrräder und einem Lastenräder-Verleih geplant.

(apa/Red)

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