Die Wiener lieben ihre Stadt

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95 Prozent von 8.300 Befragten leben gerne in Wien – als besonderes Plus gelten das Kulturangebot, die Wohnqualität und die soziale Versorgung – mehr Grünflächen und Radwege sind der große Wunsch.  Diashow Diashow

Laut einer aktuellen, von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebenen IFES-Befragung mögen die Wiener ihre Stadt. Demnach leben 95 Prozent der Befragten gerne in Wien. Die hohe Zufriedenheit gehe durch alle Bevölkerungs- und Altersschichten, betonten am Dienstag Bürgermeister Michael Häupl und Planungsstadtrat Rudolf Schicker.


Kultur, Umwelt und soziale Versorgung passen

Gegenüber einer ähnlichen Studie im Jahr 1995 hat sich der Wert sogar erhöht, bei den unter 30-Jährigen sogar deutlich um rund zehn Prozent. Interviewt wurden insgesamt 8.300 Wiener. Sie mussten mehr als 100 Fragen beantworten. Lob erhielt die Stadt unter anderem für das Kulturangebot, die hohe Umweltqualität sowie die soziale Versorgung. Auch mit ihrer Wohnsituation sind 79 Prozent aller Befragten zufrieden.


Mehr Grünflächen und Radwege gewünscht

Allerdings wurden auch konkrete Wünsche geäußert, die vor allem die Bereiche öffentlicher Raum und Freizeiteinrichtungen betreffen. 29 Prozent der Wiener fordern etwa den Ausbau von Radwegen, 26 Prozent wollen zusätzliche Grünflächen. Ein Viertel der Befragten bemängelte das Angebot von Lebensmittelgeschäften in der unmittelbaren Umgebung. Als größte Störfaktoren wurden Verkehrslärm und -abgase genannt.


13 Prozent wollen weg

Rund 13 Prozent der Bewohner wollen aus Wien in Zukunft einmal wegziehen, etwa aus familiären oder beruflichen Gründen. Die meisten zieht es weiter weg, nur 2,6 Prozent der Wiener planen, sich im Umland niederzulassen. Dieser Wert sei überraschend, meinte Stadtrat Schicker: „Wir haben damit gerechnet, dass mehr aus der Stadt ziehen wollen.“

Bürgermeister Häupl zeigte sich jedenfalls erfreut: „Es ist unglaublich, wie sehr die Wiener ihre Stadt lieben.“ Die Studie gebe auch die Möglichkeit, Fehler zu erkennen, „damit wir wissen, wo wir was besser machen können“.

Redaktion: Birgit Stadtthaler

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