Die Welt des Instant Messaging: Facebook, WhatsApp und Co.

Die Welt des Instant Messaging: Facebook, WhatsApp und Co.
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Instant Messaging Dienste sind die wohl verbreiteste Methode der Kommunikation im Internet. Was in den späten 90er Jahren mit ICQ begann, hat sich von Computern gelöst und das Smartphone erobert.

Ein guter Instant Messanger kann nicht mehr einfach nur Nachrichten verschicken. Es können Bilder und Sprachnachrichten versendet, eventuell sogar mit Video telefoniert und Gruppenunterhaltungen erstellt werden. Und dank des Internets funktioniert das mit Personen auf der ganzen Welt und kostenlos. Und dennoch legte Facebook im Februar 2014 19 Milliarden US-Dollar (13,81 Milliarden Euro) für WhatsApp hin. Da sich die Funktionen der einzelnen Instant Messenger mittlerweile kaum unterscheiden, fällt es schwer diese untereinander zu bewerten. Auf jeden Fall ist eine einfache Einrichtung wichtig.

Der Messenger von Facebook bietet alle Funktionen eines Instant Messengers, es handelt sich dabei jedoch um die klassischen Facebook Nachrichten und setzt daher ein vollwertiges Facebook Konto voraus. Der Pionier der Telefonie über das Internet Skype benötigt ebenso eine extra Anmeldung. Dienste wie WhatsApp und Viber, die im Smartphone Bereich entstanden sind, nehmen als Identifikation die Mobiilfunknummer. Eine Registrierung und auch das Aufsuchen der Kontakte entfällt dadurch, da alles über die Mobilfunknummer gehandhabt wird. Da Instant Messaging Dienste nicht miteinander kompatibel sind, entscheiden sich viele Nutzer für den populärsten Client in ihrem Bekanntenkreis. In Europa ist WhatsApp und Facebook Messages für Nachrichten am weitesten verbreitet, wobei beide mit Apps direkt am Smartphone benützt werden können. Am Computer können diese über den Internet Browser erreicht werden. Zur Benutzung von WhatsApp am Computer über das Portal web.whatsapp.com muss jedoch das Smartphone des Benutzerkontos übers Internet erreichbar sein.

Sicherheit von Instant Messaging

WhatsApp hat bezüglich der Sicherheit viele negative Schlagzeilen gemacht. So war es anfangs möglich Nachrichten im selben WLAN mitzulesen, da diese im Klartext übertragen wurden. Seit der Übernahme von Facebook hat sich hier jedoch viel getan. Standardmäßig arbeiten alle bekannteren Messaging Dienste mit einer Transportverschlüsselung. Das heißt die Kommunikation mit dem Server zum Endgerät wird verschlüsselt. Der Server und somit der Betreiber kann die Nachrichten aber im Klartext lesen und, falls sie gespeichert sind, an Strafverfolgungsbehörden weitergeben. WhatsApp bietet auf Android eine noch sicherere End-to-End Verschlüsselung an, wo die Nachricht erst am Endgerät wieder entschlüsselt wird. Da hier erprobte Open-Source Algorithmen zum Einsatz kommen, wird das auch als sicher angesehen. Das Problem ist jedoch, dass für den Nutzer nicht ersichtlich ist, wann diese Verschlüsselung aktiv ist. Wem das zu unsicher ist, der sollte sich Threema anschauen, dem meistverkauften Krypto-Messenger aus dem Google Play Store. Dieser kann weiters vollkommen anonym benützt werden und muss aufgrund seiner Sicherheitsfeatures gerade einiges an Kritik einstecken.

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