Die Sommerzeit startet 2016 am Ostersonntag: Uhren eine Stunde vor

An Ostern haben wir die Umstellung auf die Sommerzeit.
An Ostern haben wir die Umstellung auf die Sommerzeit. - © APA
Es wird wieder an der Uhr gedreht: Die Sommerzeit startet am letzten Sonntag im März, Ostern wird am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert – in diesem Jahr fällt beides auf den selben Tag, den 27. März.

Daher sollte man nicht vergessen, die Uhren eine Stunde vorzustellen, und vor allem rechtzeitig aufstehen.

Etwa drei Viertel der Deutschen können der Sommerzeit übrigens nichts abgewinnen – und wie so oft sind die Österreicher anderer Meinung: Nicht einmal 20 Prozent sehen laut einer älteren “market”-Umfrage nur Nachteile darin, dass an diesem Sonntag um 2.00 Uhr die Zeiger auf 3.00 Uhr springen. Am 30. Oktober werden die 60 Minuten ohnehin “zurückgezahlt”. Und bis dahin werden wir mit einem Extra-Stündchen Abendsonne belohnt.

“Mini-Jetalag” bei Zeitumstellung

Die Chronometer können bereits vor dem Schlafengehen umgestellt werden, mitten in der Nacht oder Sonntag früh. Besonders Schlaue lassen sich von einer Funkuhr die Arbeit abnehmen. Pünktlich wird das Zeitsignal aus der Nähe von Frankfurt die Zeiger wandern lassen. Möglich macht dies ein Langwellensender mit einer Mindestreichweite von 1.500 Kilometern, der Funkuhren auf den weltweit genauesten Chronometer abstimmt.

Die “Eulen”, wie die Nachtschwärmer im Gegensatz zu den “Lerchen” genannt werden, werden nicht müde, über den “Mini-Jetlag” der Sommerzeit zu jammern. Dabei sind Menschen sehr anpassungsfähig. Bei Flügen in den Fernen Osten oder in die USA muss es ja auch gehen, weiß Schlafforscher Bernd Saletu. Als Faustregel gilt: Pro Zeitzone, was einer Stunde entspricht, benötigt man einen Tag, um sich umzustellen. Also sollte es durch die Sommerzeit keine größeren Probleme geben. Wenn man allerdings ohnehin ein Schlafdefizit aufweist, könnte es durchaus auch zu Konzentrationslücken im Straßenverkehr kommen.

Umstellen auf Sommerzeit: Wichtig bei Haustieren

Da die Zeitumstellung an Heim- und Nutztieren nicht spurlos vorüber geht, empfiehlt Indra Kley, Leiterin des Österreich-Büros von Vier Pfoten, diese nicht abrupt, sondern schrittweise an die Sommerzeit heranzuführen. Man könnte also schon einige Tage vorher mit der Umgewöhnung beginnen und die festen Essens-, Schlafens- und Gassigehtermine jeweils um etwa zehn bis 15 Minuten vorziehen: Dadurch fällt Hunden und Katzen die Umstellung auf den neuen Rhythmus leichter.

Kühe haben auch feste Zeiten, wann sie gefüttert und gemolken werden. Viele Bauern versuchen daher ebenfalls, die Fütterungszeiten nach und nach anzupassen. Trotzdem kann es passieren, dass Kühe über mehrere Tage weniger Milch geben.

Seit 1979 in Österreich

Eingeführt wurde die Sommerzeit 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang.

Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. Diese beiden Länder führten die Sommerzeit auch erst 1980 ein. Allerdings gab es in der Alpenrepublik bereits im Ersten Weltkrieg schon einmal die Sommerzeit. Im Jahr 1916 galt sie für die Monarchie vom 1. Mai bis 30. September, wurde dann aber wieder eingestellt. Ein zweiter – erfolgloser – Versuch wurde in den Jahren 1940 bis 1948 unternommen.

>> So merken Sie sich die Zeitumstellung – nützliche Eselsbrücken.

(APA)

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