"Die sanften Wilden": 35 Jahre Wiener Gebietsbetreuung im Ringturm

"Die sanften Wilden": 35 Jahre Wiener Gebietsbetreuung im Ringturm
Eine Architektur-Schau im Ringturm widmet sich den interessantesten Projekten der Wiener Gebietsbetreuung.

Unter dem Titel “Die sanften Wilden” widmet sich die neue Architektur-Schau der Wiener Städtischen im Ringturm dem “Wiener Modell der Stadterneuerung”. 35 Jahre nach der Gründung der ersten Wiener Gebietsbetreuung in Ottakring will die Schau mit Audio- und Videodokumenten die “vielfältigsten und mutigsten Projekte” dieser Einrichtung porträtieren. Ab morgen, Mittwoch, bis zum 8. Jänner wird der Wiener Weg der “sanften, bewohnerorientierten Stadterneuerung” im Ringturm nachgezeichnet.

“Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung arbeitet seit 35 Jahren dort, wo sich die Stadt in ‘Nahaufnahme’ zeigt, wo also statistische Daten und planerische Leitideen zu konkreten, alltäglichen Erfahrungen werden”, heißt es in den Presseunterlagen zur Ausstellung. Begleitet “von wirtschaftlichen und kulturellen Impulsen im Grätzel und der Aktivierung zivilgesellschaftlicher Initiativen” habe dieser Weg internationale Anerkennung erfahren. Die Ausstellung will zum “Flanieren” einladen, bietet Audio- und Video-Begegnungen mit Kindern, Reiseleitern und älteren Damen in Ottakring, die aus ihren persönlichen Erfahrungen berichten. Außerdem zeichnet sie die Geschichte der Gebietsbetreuungen nach.

Rund 300.000 Substandardwohnungen habe es Mitte der 70er Jahre in Wien gegeben, ganze Stadtteile seien sanierungsbedürftig gewesen. Statt radikalen Maßnahmen wie dem flächendeckenden Abbruch dieser auch stark überbauten Gebiete entschied man sich für die “behutsame Erneuerung”: “Ziel war und ist es, die Bewohner nicht aus ihren Vierteln zu verdrängen, sondern ihre Wohn- und Lebensbedingungen – unter Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse – entsprechend zu verbessern”, so der Ausstellungstext. Das Pilotmodell in Ottakring aus dem Jahr 1974 wurde zur “Wiege der Wiener Gebietsbetreuungen”.

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