Die Hüter des Lichts – Trailer und Kritik zum Film

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Die Hüter des Lichts – Trailer und Kritik zum Film
Manchmal fallen Weihnachten und Ostern eben doch zusammen. Wenn dann noch die Zahnfee eine Münze für den ausgefallenen Milchzahn unter das Kopfkissen legt, nachdem der Sandmann für die süßesten Träume gesorgt hat, ist das Kinderglück perfekt.

Eigentlich aber auch ganz selbstverständlich, dass diese Helden gemeinsam die Kinder dieser Welt ins Staunen versetzten – zumindest in dem entzückenden und zugleich actionreichen Weihnachtsfilm “Die Hüter des Lichts” aus den DreamWorks-Studios, der am Freitag (30.11.) in Österreich startet.

Vor mehr als 14 Jahren fragte die sechsjährige Tochter des Zeichners und Buchautors William Joyce ihren Vater, ob sich Weihnachtsmann und Osterhase eigentlich kennen. Joyce bejahte das und begann seinen Kindern kleine Nachtgeschichten mit den Helden der Kinder zu erzählen, 13 davon hat er niedergeschrieben, fünf sind bislang davon erschienen. Nun hat er seine Idee zusammen mit den Machern von “Shrek” und “Kung Fu Panda” in 3D auf die große Kinoleinwand gebracht.

“Hüter des Lichts”: reizendes Märchen mit Weihnachtsmann und Zahnfee

Jack Frost (gesprochen von Florian David Fitz) ist ein rebellischer Junge, der vor allem eines im Sinn hat: Unsinn zu machen. Mit seinem Eisstab kann er Blumen, Straßen und Seen blitzschnell mit Eis überziehen, um sich anschließend mit den Kindern die rasantesten Rutschpartien zu liefern. Doch die Kinder können ihn weder sehen noch hören. Denn an den Weihnachtmann, die Zahnfee und den Osterhasen, an die glauben sie, nicht aber an Jack Frost, den sie für eine Erfindung der Eltern halten.

Eines Tages wird ausgerechnet Jack vom Mann im Mond als neuer Hüter des Lichts ausgewählt und von dem Osterhasen und zwei Yetis unverzüglich an den Nordpol verschleppt. Dort soll er zusammen mit den anderen Kinderhelden den Kampf gegen Pitch, den Schwarzen Mann, aufnehmen. Der will den Kindern die schönen Träume, die Hoffnung und den Glanz nehmen und sie stattdessen mit seinem dunklen Nebel überziehen und sie damit in Angst und Schrecken versetzen. Den Glauben an Weihnachtsmann und Co. drohen sie damit auch zu verlieren.

Ohne Pathos, dafür unglaublich witzig und ideenreich erzählen William Joyce, der auch als ausführender Produzent an der Verfilmung beteiligt war, Regisseur Peter Ramsey und das komplette Animationsteam dieses wunderbare Märchen, in dem es um Staunen, Fantasie und Erinnerung geht. Denn Jack ist bereits mehr als 300 Jahre alt, kann sich an sein Leben davor aber nicht erinnern, ebenso wenig an seine Familie.

Extrem realistisch sind die Figuren mit ihrer Mimik, ihren Gesten der ganzen Gestalt gezeichnet. Jack ist nicht nur der nette Lausbub, der Weihnachtsmann nicht der gütige, edle alte Mann. Er ist flächendeckend tätowiert und radebricht so manches Mal als Hüne mit russischem Akzent. Bei gängigen Redewendungen liegt er immer haarscharf daneben, was die Kinder zum Kichern, die Erwachsenen zum Schmunzeln bringt.

Der Osterhase (Stimme Matze Knop) kommt nicht als niedlicher, großäugiger Puschel daher, sondern als hagere Kämpfer, der nur mit einem Hinterlauf aufstapfen muss, und schon öffnet sich ein Gang im Boden, der ihn ans andere Ende der Welt bringt. Wenn er darin verschwindet, schüttet sich das Loch wie von Geisterhand wieder zu und eine Blume sprießt an dieser Stelle aus dem Boden. Natürlich ist die Zahnfee (Hannah Herzsprung) eine liebreizende Gestalt, doch ohne sexy Kostüm, wie sie in vielen anderen Kinderfilmen gerne auftreten. Und so ist “Die Hüter des Lichts” ein absolut gelungenes Märchen für die ganze Familie.

(APA)

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