Die Flüchtlingskrise im LIVE-Ticker: 1.268 Personen im Burgenland angekommen

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Flüchtlinge am Parkplatz des alten Grenzstation in Nickelsdorf an der ungarischen Grenze
Flüchtlinge am Parkplatz des alten Grenzstation in Nickelsdorf an der ungarischen Grenze - © APA
Der Flüchtlingszustrom an den burgenländischen Grenzübergängen hat sich in der Nacht auf Sonntag leicht abgeschwächt. In Wien gingen am Samstag tausende Menschen auf die Straße, um Solidarität zu zeigen. Wir berichten auch heute live vom Geschehen in der Flüchtlingskrise.

Nach Angaben der Landespolizeidirektion Burgenland erreichten in Nickelsdorf von Mitternacht bis 7.00 Uhr 1.221 Flüchtlinge die österreichische Grenze. In Heiligenkreuz wurden 47 Personen gezählt.

Aktuelles zur Flüchtlingskrise

Am Samstag (zwischen 00.00 und 24.00 Uhr) waren insgesamt 7.072 Flüchtlinge an der österreichisch-ungarischen Grenze in Nickelsdorf und 13 in Heiligenkreuz angekommen. Am Freitag waren es mit 2.640 Neuankünften deutlich weniger gewesen.

Rund 3.500 übernachteten in Notquartieren

Rund 3.500 Flüchtlinge haben die Nacht auf Sonntag in Österreich in Notschlafstellen verbracht: etwa 3.000 bis 3.100 in Transitquartieren, der Rest in den Sammelstellen in Heiligenkreuz, Nickelsdorf und Salzburg. Das teilte Gerry Foitik vom Österreichischen Roten Kreuz Sonntagmittag der APA mit.

In der Nacht auf Samstag waren es etwa 5.500 Menschen gewesen, die in den Notschlafstellen versorgt wurden: rund 5.000 in Transitquartieren, etwa 500 in Sammelstellen.

Die Flüchtlingskrise im Liveticker – Aktuelle Ereignisse am 4. Oktober
18:52 | dherger

Integration der Migranten größere Aufgabe: Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hat bei der Jubiläumsfeier zur Deutschen Einheit die Integration der Flüchtlinge eine größere Aufgabe als die Wiedervereinigung genannt. Beim zentralen Festakt in Frankfurt am Main zum 25. Jahrestag der Einheit sagte Gauck: "Wie 1990 erwartet uns eine Herausforderung, die Generationen beschäftigen wird.

Doch anders als damals soll nun zusammenwachsen, was bisher nicht zusammen gehörte." Auch damals habe es kein historisches Vorbild gegeben, trotzdem hätten Millionen Menschen die Aufgabe angenommen und bewältigt.
18:51 | dherger

Mehrere Anschläge auf Unterkünfte in Deutschland: Die Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland nehmen kein Ende. In der Nähe von Gotha (Thüringen) brannte am Sonntag eine Turnhalle, in der Asylwerber untergebracht waren auch eine geplante Unterkunft im niederrheinischen Xanten fing Feuer. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Noch offen sind die Ursachen für einen weiteren Brand am Samstag im thüringischen Eichsfeld.

In der Gemeinde Friemar brach das Feuer am Sonntag an vier mobilen Toiletten vor der Unterkunft aus und breitete sich dann aus, wie eine Polizeisprecherin erklärte. Verletzt wurde niemand. In der Turnhalle waren zum Zeitpunkt des Brandes elf Flüchtlinge, darunter auch Kinder. "Sie waren geschockt und verängstigt", berichtete Bürgermeister Steffen John (CDU). Die Familien kamen noch in den Morgenstunden woanders im Landkreis unter. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sprach von einem "feigen Mordanschlag".
17:25 | dherger

17:23 | dherger

Babyleiche am Strand der Insel Kos entdeckt: Die griechische Küstenwache hat die Leiche eines Kleinkindes an einem beliebten Strand der Touristeninsel Kos entdeckt. Das etwa sechs Monate alte Kind sei bereits vor Tagen ertrunken, berichtete der staatliche Rundfunk am Sonntag. Der Leichnam sei bereits verwest gewesen. Es wird vermutet, dass das Kind nach dem Kentern eines Flüchtlingsbootes ums Leben kam.

Am Sonntag kamen erneut Hunderte Migranten aus der Türkei auf den griechischen Ostägäis-Inseln an. Die meisten von ihnen stammten aus Syrien, wie das Staatsradio berichtete. Anfang September hatten Fotos von dem vor der türkischen Küste ertrunkenen Jungen Aylan weltweit für Bestürzung gesorgt.
17:21 | dherger

Flüchtlinge stürmen Eurotunnel - Verkehr stundenlang unterbrochen: Etwa 200 Flüchtlinge haben den Bahnverkehr durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien am Wochenende stundenlang lahmgelegt. Die Menschen hätten Zäune eingerissen, und etwa 120 seien in der Nacht zum Samstag bis zu 15 Kilometer weit in den Tunnel eingedrungen, teilte die Betreibergesellschaft mit. Demnach gelangten die Flüchtlinge in einer organisierten Aktion zunächst in den Bahnhof im französischen Calais und liefen auf die Gleise. Dort lieferten sie sich Schlägereien mit Sicherheitskräften. Zehn Menschen, darunter zwei Polizisten wurden verletzt und 23 festgenommen.

Hunderte weitere Flüchtlinge blockierten unterdessen Laster, die auf die Züge für die Fahrt unter den Ärmelkanal verladen werden sollten. Inzwischen führen die Züge zwar wieder, aber deutlich langsamer als normal, erklärte die Betreibergesellschaft. Im Laufe des Samstagvormittags wurde dann eine Gruppe von rund 300 Migranten daran gehindert, zu Fähren im Hafen von Calais zu gelangen.
16:17 | dherger

16:16 | dherger

16:11 | dherger

Rasche Grenz-Abfertigung entlastet Salzburger Quartiere: Die Abfertigung des Flüchtlingsstromes seitens der Grenzbehörden gehe zur Zeit sehr rasch vor sich. Derzeit befanden sich etwa 300 Menschen an der Grenze, 160 seien in der Autobahnmeisterei und etwa 600 Personen waren in der Tiefgarage des Salzburger Bahnhofes. Noch am Sonntagabend werde ein Sonderzug bis zu 400 Menschen nach Deutschland bringen, berichtete die Stadt Salzburg in einer Aussendung.

Von den 600 in der Tiefgarage Untergebrachten würden noch 250 Leute mit Shuttlebussen in die ehemalige Autobahnmeisterei gefahren. Um die Mittagszeit waren 170 Flüchtlinge angekommen, ein weiterer Zug mit 100 Personen werde noch erwartet.
16:10 | dherger

Kanzlerin Merkel unter Favoriten für Friedensnobelpreis: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat auf der ganzen Welt viel Lob für ihre Flüchtlingspolitik bekommen. Während es in Deutschland mehr und mehr kritische Stimmen gibt, wird Merkels Entscheidung, Zehntausende über Ungarn gekommene Flüchtlinge aufzunehmen, international als großzügige und moralisch vorbildliche Geste gefeiert. Deshalb hat die Kanzlerin nach Meinung von Experten in diesem Jahr gute Chancen auf den Friedensnobelpreis, dessen Träger am Freitag in Oslo bekannt gegeben wird.

Merkel habe in der Flüchtlingskrise "moralische Führungsstärke" gezeigt und der Diskussion in Europa mit ihrer "Wir schaffen das"-Politik einen völlig neuen Dreh gegeben, meint der Leiter des Osloer Friedensforschungsinstituts Prio, Kristian Berg Harpviken. Der Norweger gehört zu den wenigen Experten weltweit, die sich alljährlich mit einer Favoritenliste an die Öffentlichkeit wagen - einen Treffer landete er allerdings noch nie.
16:03 | dherger

EU und Türkei streben Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise an: Bei der Unterbringung Hunderttausender Flüchtlinge wollen die Europäische Union und die Türkei stärker zusammenarbeiten. Ein gemeinsamer Plan liege bereits auf dem Tisch, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) unter Berufung auf Quellen in EU-Kommission und der deutschen Regierung. Demnach soll die Türkei sich verpflichten, die Grenze zu Griechenland besser zu sichern.

Gleichzeitig will die EU Flüchtlingslager für bis zu zwei Millionen Menschen in der Türkei mitfinanzieren. Viele syrische Bürgerkriegsflüchtlinge gelangen über das Land nach Europa. Der Plan bildet demnach die Grundlage der Gespräche von EU-Spitzenpolitikern mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an diesem Montag in Brüssel. Wenn sich beide Seiten darauf politisch verpflichteten, solle er bis zum nächsten EU-Gipfeltreffen Mitte Oktober ausgearbeitet und dann schnellstmöglich umgesetzt werden, schreibt die "FAS".
15:48 | dherger

Knapp 200 Menschen vor spanischer Küste gerettet: Knapp 200 Bootsflüchtlinge aus dem Maghreb und Ländern der Subsahara-Region sind in der Nacht zum Sonntag auf dem Weg nach Spanien von Einsatzkräften aus dem Mittelmeer gerettet worden. Insgesamt seien 188 Menschen von sieben Booten gerettet worden, sagte ein Sprecher der spanischen Seenotrettung der Nachrichtenagentur AFP.

Vor der Küste des südspanischen Almeria seien fünf Boote mit 103 Algeriern an Bord gesichtet worden. Die Hälfte von ihnen seien Minderjährige gewesen, sagte ein Sprecher des spanischen Roten Kreuzes. Zugleich wurden nach Angaben der Seenotrettung rund hundert Kilometer weiter westlich zwei weitere Boote mit 85 Flüchtlingen aus Ländern der Subsahara-Region entdeckt. Vier der Flüchtlinge seien ins Krankenhaus gebracht worden, darunter zwei schwangere Frauen.
15:42 | dherger

Rund 6.000 kamen am Samstag in Deutschland an: Tausende Flüchtlinge reisen weiterhin täglich von Österreich nach Deutschland weiter. Am Samstag wurden erneut rund 6.000 Menschen in Deutschland registriert, am Freitag waren es 6.750, wie ein Sprecher der deutschen Bundespolizei am Sonntag in München erklärte. Demnach kommen die meisten nach wie vor in den Regionen Passau und Rosenheim über die Grenze.

Die wirkliche Zahl dürfte deutlich höher liegen, da nur ein Teil der Einwanderer von den Behörden an der Grenze erfasst wird. Die Bundespolizei hat zwar Kontrollen wieder eingeführt, schickt aber in der Regel niemanden nach Österreich zurück.
15:41 | dherger

Friseure schnitten Flüchtlingen in Düsseldorf die Haare: Rund 20 Friseure haben am Sonntag in Düsseldorf in deutschland ehrenamtlich Flüchtlingen in deren Unterkunft die Haare geschnitten. Mehrere Stunden lang standen die Männer, Frauen und Kinder vor allem aus Albanien, Mazedonien und Syrien Schlange bei den Profis in einem der Großzelte am Stadtrand.

"Wir haben uns gefragt, was wir tun können", erklärt Sally Exner, welche die Friseure unter anderem über Facebook versammelt hatte. "Da ich gehört hatte, dass Friseure das auch schon für Obdachlose angeboten hatten, lag die Idee nahe." In der Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Eller sind derzeit nach Angaben des Roten Kreuzes 335 Menschen in Zelten des Landes und der Stadt untergebracht.
15:40 | dherger

Wifo-Chef: Herausforderungen sind "managbar": Der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts, Karl Aiginger, hält die Probleme angesichts der Flüchtlingsbewegungen nach Europa für "managbar". Zur Bewältigung der Herausforderungen am heimischen Arbeitsmarkt fordert er eine kombinierte Arbeitsmarkt- und Flüchtlingsstrategie, man dürfe die Bereiche nicht gesondert betrachten. Leicht werde es freilich nicht, sagte er in der ORF-"Pressestunde".

Aiginger erinnerte am Sonntag daran, dass Österreich in der Vergangenheit von Zuzug profitiert habe. Seit dem Zweiten Weltkrieg habe das Land zahlreiche Flüchtlinge und Migranten aufgenommen und sei in dieser Zeit zu einem der fünftreichsten Länder Europas geworden - und die Beschäftigungsquote sei stark gestiegen.
15:40 | dherger

15:39 | dherger

Papst ruft zur Migrantenaufnahme auf: Papst Franziskus hat nach der Eröffnung der Familiensynode am Sonntag zur Flüchtlingsaufnahme aufgerufen. Die Gesellschaft dürfe keine "Festung", sondern eine "Familie" sein, die Flüchtlinge aufnehme. Dies müsse mit angemessenen Regeln erfolgen, doch die Aufnahme sei ein Gebot, betonte der Papst beim Angelusgebet auf dem Petersplatz.
15:38 | dherger

Merkel verteidigt Kurs in Flüchtlingskrise gegen Kritiker: In Deutschland verschärft sich der Streit um die Flüchtlingspolitik weiter. Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigte in einem am Sonntag veröffentlichten Interview ihren Kurs in der Flüchtlingskrise gegen Kritik auch aus den eigenen Reihen. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer forderte dagegen ein klares "Signal" von der Kanzlerin an die Öffentlichkeit.

Nötig sei ein Zeichen, "dass wir mit unseren Aufnahmemöglichkeiten erschöpft sind", so Seehofer am Samstagabend in einem Interview des Bayerischen Fernsehens. Erneut kritisierte er die Entscheidung Merkels, die Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland einreisen zu lassen, als Fehler. Dadurch sei eine Sogwirkung entstanden. Die Grenzen der Kapazität seien erreicht, erklärte Seehofer. "Mehr geht nicht mehr." Wenn es nicht gelinge, die Zuwanderung zu begrenzen, dann drohe vor dem Winter ein "Kollaps mit Ansage". Dies müsse gemeinsam mit der Regierung in Berlin verhindert werden.
13:51 | dherger

Faymann trifft am Dienstag Tsipras auf Lesbos: Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) reist am Dienstag nach Lesbos und trifft dort seinen Amtskollegen Alexis Tsipras. Dort, wo eines der Registrierungszentren für Flüchtlinge, sogenannte Hotspots, entstehen soll, wird sich Faymann ein Bild von den Bedingungen machen, teilte seine Sprecherin Susanna Enk am Sonntag der APA mit. Österreich hat 100 Experten für Hotspots in Griechenland zugesagt.

Im Rahmen des Besuches werde besprochen, welche finanzielle und personelle Unterstützung Griechenland für die Hotspots benötigt. Beim EU-Gipfel, der am 15. und 16. Oktober in Brüssel stattfinden wird, sollen die Maßnahmen und der weitere Fahrplan dann besprochen und bereits erste Schritte eingeleitet werden. "Denn die Zeit drängt: Bis Ende November sollen die Hotspots starten und die ersten bereits zum Jahresende voll funktionsfähig sein", hieß es aus dem Bundeskanzleramt.
12:18 | dherger

Erneut Brandanschlag auf Unterkunft in Deutschland: Im deutschen Bundesland Thüringen haben Unbekannte in der Nacht zum Sonntag einen Brandanschlag auf eine Notunterkunft für Flüchtlinge verübt. Die Ermittler schließen einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus. Verletzt wurde niemand.

Das Feuer brach in mobilen Toiletten aus, die an der zur Asylunterkunft umfunktionierten Sporthalle standen, wie die Polizei in Gotha mitteilte. Die Flammen griffen auf die Fassade des Gebäudes über, in dem zehn Asylbewerber untergebracht waren
12:17 | dherger

Ankünfte in Ungarn erneut gestiegen: Die Zahl der in Ungarn angekommenen Flüchtlinge ist am Freitag erneut gestiegen. Laut Polizei trafen 6.056 Migranten ein. 5.997 passierten die kroatisch-ungarische, der Rest die serbisch-ungarische Grenze. Am Freitag waren es 4.897 Schutzsuchende. Seit Jänner erreichten 306.238 Migranten Ungarn, mit 10.046 Flüchtlingen binnen 24 Stunden wurde am 24. September ein Rekord verzeichnet.

Laut Information des ungarischen Bundesheeres vom Sonntag sind 4.700 Soldaten an der ungarischen Südgrenze im Einsatz. Wie die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtete, würden die Soldaten zwei Aufgaben erfüllen. Zum einen helfen sie am Bau der Grenzsperren, zum anderen unterstützen sie die Polizei bei deren Aufgaben.
11:05 | dherger

11:03 | dherger

11:01 | dherger

Bundesheer-Küchen produzierten 120.00 Mahlzeiten: Das österreichische Bundesheer kocht bereits seit Anfang August für Flüchtlinge und kümmert sich in den Betreuungsstellen oder an den Grenzen immer wieder um die Verpflegung. Bisher wurden insgesamt rund 120.000 Portionen zubereitet und ausgeteilt, davon täglich über 7.000 im Osten Österreichs. Dies teilte das Verteidigungsministerium am Sonntag in einer Aussendung mit.

Die Zentralküchen in Wien und Wiener Neustadt versorgen das Burgenland sowie Niederösterreich mit rund 4.650 Portionen am Tag. In Kärnten stellt das Bundesheer etwa 2.000 Portionen für die Flüchtlinge bereit. Die Zusammenstellung der Speisen berücksichtige religiöse Speisevorschriften. Zu den Gerichten gehören auch Kartoffelsuppe, Putengeschnetzeltes oder Krautfleckerl.
10:15 | dherger

"FAS": Patrouillen von Türkei und Griechenland in Ägäis: Die EU-Kommission hat einem Zeitungsbericht zufolge mit der Türkei einen Aktionsplan erarbeitet, der die Flüchtlingskrise entschärfen soll. Von der Türkei aus überqueren tausende Flüchtlinge das Mittelmeer zu den griechischen Inseln. Gemäß dem Plan verpflichte sich die Regierung in Ankara, die Grenze zu Griechenland besser zu sichern, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung".

Zu diesem Zweck sollten die türkische und die griechische Küstenwache gemeinsam in der östlichen Ägäis patrouillieren, koordiniert von der EU-Grenzschutzagentur Frontex, wie die "FAS" unter Berufung auf Quellen in der EU-Kommission und in der deutschen Regierung berichtete.
10:13 | dherger

Merkel hält an Asylrecht fest: In der Flüchtlingsdebatte hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel Änderungen des Asylrechts in ihrem Land abgelehnt. Dieses werde nicht angetastet, sagte Merkel dem Deutschlandfunk in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview. Die meisten Asylbewerber könnten sich auf die Genfer Flüchtlingskonvention berufen. Deshalb werde an der Gesetzgebung nichts geändert, sagte die Kanzlerin.

Zuvor hatte Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) das Grundrecht auf Asyl erneut in Frage gestellt und eine "massive Begrenzung" der Zuwanderung nach Deutschland gefordert. Söder hatte bereits Anfang September vorgeschlagen, das deutsche Asylrecht niedrigeren Standards in anderen europäischen Ländern anzupassen. Dabei stellte er auch das individuelle Asylrecht grundsätzlich in Frage.
10:12 | dherger

Bei der Demonstration der Plattform für eine menschliche Asylpolitik "Mensch sein in Österreich - gegen unmenschlichen Umgang mit Flüchtlingen"am Samstag vor dem Parlament in Wien. (Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER)

09:57 | dherger

Schulz für Lockerung des Stabilitätspakts: Angesichts der Flüchtlingskrise hat der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, eine Lockerung des Euro-Stabilitätspakts in Aussicht gestellt. "Die Flüchtlingsbewegungen sind ohne Zweifel besondere Lasten, wie sie im Maastrichter Vertrag genannt werden. Sie müssen gegebenenfalls bei den Defizitkriterien berücksichtigt werden", sagte der Deutsche den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Angesichts der enormen Belastungen, die einzelne EU-Länder in der Flüchtlingskrise schultern, können wir nicht so tun, als sei alles im Normalzustand." Zugleich sprach sich Schulz für ein verbindliches Quotensystem zur Verteilung der Flüchtlinge in Europa aus. Als Kriterien nannte er die Einwohnerzahl und das Bruttoinlandsprodukt, außerdem die Zahl der Arbeitslosen und der bereits aufgenommenen Flüchtlinge.
09:45 | dherger

EU-Sozialrat beschäftigt sich mit Flüchtlingskrise: Die EU-Sozialminister beraten kommenden Montag in Brüssel über ein breites Themenfeld von Pensionen über die Frauenquote in Aufsichtsräten bis zur Flüchtlingskrise. Österreich ist durch Ressortchef Rudolf Hundstorfer (SPÖ) vertreten.

Im Flüchtlingsbereich geht es um Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Dabei dürfte auch der Wunsch von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker für hitzige Diskussionen sorgen, wonach Asylbewerber ab dem ersten Tag Zugang zum Arbeitsmarkt haben sollen. Die derzeitige Aufnahmerichtlinie sieht u.a. vor, dass während eines Asylverfahrens spätestens nach neun Monaten ein Zugang möglich sein müsste. Allerdings gibt es de facto auch Ausnahmebestimmungen für Länder mit angespannter Lage auf ihren Arbeitsmärkten.
09:44 | dherger

Wien setzte Zeichen: Zehntausende hießen "Flüchtlinge Willkommen!": Zehntausende Menschen haben am Samstag in Wien ihre Solidarität mit den derzeit nach Europa kommenden Flüchtlingen bekundet. Am Nachmittag zogen mehr als 20.000 Demonstranten unter dem Motto "Flüchtlinge Willkommen!" vom Westbahnhof zum Parlament. Im Anschluss fanden sich über 100.000 Menschen am Heldenplatz zu einem Solidaritäts-Konzert mit prominenter Besetzung ein.

Zu Beginn der Kundgebung der "Plattform für eine menschliche Asylpolitik" um 13.15 Uhr performten Flüchtlinge aus Traiskirchen Auszüge aus Elfriede Jelineks Stück "Die Schutzbefohlenen". Vertreter der Veranstalter hießen alle Flüchtlinge willkommen - "egal ob sie durch Krieg, Verfolgung oder aus anderen Gründen zur Flucht gezwungen wurden". Gefordert wurde eine menschenwürdige Behandlung von Flüchtlingen, Qualitätsstandards in der Betreuung und die Öffnung der Grenzen. Zu Wort kamen außerdem Flüchtlinge, die über ihre Situation berichteten. Mehr dazu lesen Sie hier.

(apa/red)

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