Diagonale Filmfestival 2017 mit Besucherrekord

Die Bilanz der Diagonale 2017 ist durchwegs positiv
Die Bilanz der Diagonale 2017 ist durchwegs positiv - © Diagonale
Die 20. Ausgabe des Grazer Filmfestivals Diagonale darf sich erneut über einen Besucherrekord freuen, 31.200 Filmbegeisterte verzeichnete die heurige Ausgabe.

Damit waren zusätzliche 1.000 Besucher in den Festivalkinos, die Auslastung stieg zudem leicht von 73 auf 74 Prozent.

Diagonale 2017 mit neuerlichem Besucherrekord

Dass diese insgesamt nicht höher liege, sei dadurch bedingt, dass man bei der Programmierung auf die technische Ausstattung der Säle Rücksicht nehmen müsse und deshalb bisweilen weniger publikumsträchtige Vorführungen in den großen Sälen zeige. Insgesamt gab es an den sechs Tagen der 20. Festivalausgabe 191 Filme und Videos in den vier Festivalkinos zu sehen, wobei sich 106 Filme im Wettbewerb fanden und 37 in Graz ihre Uraufführung feierten.

Preisregen beim Festival mit rund 195.000 Euro

Beim Preisregen des Festivals wurden dabei in Summe rund 195.000 Euro ausgeschüttet, wobei der Publikumspreis der “Kleinen Zeitung” am Sonntagabend den Abschluss bildete. Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an Adrian Goiginger für sein autobiografisches Langfilmdebüt “Die beste aller Welten”. Dieser war bereits tags zuvor bei der großen Preisgala in der Schauspielkategorie bedacht worden, hatte hier doch Verena Altenberger den weiblichen Darstellerpreis für sich reklamieren können. Das männliche Pendant erhielt Philipp Hochmair für seinen Auftritt in Händl Klaus’ “Kater”. Als bester österreichischer Spielfilm wurde indes Lukas Valenta Rinners “Die Liebhaberin” prämiert, während Ivette Löcker mit ihrem Familienporträt “Was uns bindet” in der Dokumentarfilmsparte reüssieren konnte.

“Interesse sanft gesteigert – freut uns über die Maßen”

“Die ausgezeichneten Filme der Diagonale’17 bezeugen den Mut und die Experimentierfreude im österreichischen Film und würdigen markante Handschriften und Haltungen, die das Kino in seinen Spielarten ausloten – und nebenbei mit Gesellschafts- und Erzählnormen brechen”, würdigte das junge Intendantenduo Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber in einer Aussendung die Gewinner: “Zwischen Buenos Aires und dem Lungau produziert bzw. situiert, weisen sie den österreichischen Film als grenzenlos aus.” Und auch mit den Besucherzahlen zeigte man sich zufrieden, hatte man doch eigentlich nur mit einer Stabilisierung im Vergleich zum ersten Jahr der gemeinsamen Intendanz gehofft: “Dass das Interesse noch einmal sanft gesteigert werden konnte, freut uns über die Maßen.”

(APA/Red.)

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