DFB-Großaufgebot mit Neuer, aber ohne Götze

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Joachim Löw bleibt bis 2022 DFB-Teamchef
Joachim Löw bleibt bis 2022 DFB-Teamchef - © APA (dpa)
DFB-Cheftrainer Joachim Löw hat am Dienstag seinen vorläufigen Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland bekanntgegeben.

In dem 27-Mann-Aufgebot ist der noch rekonvaleszente Bayern-Stammgoalie Manuel Neuer einer von vier Tormännern. Nicht den Sprung nach Russland schafften Mario Götze, der im WM-Finale 2014 den entscheidenden Treffer erzielt hat, und Bayern-Stürmer Sandro Wagner.

Statt Wagner berief Löw Timo Werner (RB Leipzig), Mario Gomez (VfB Stuttgart) und Nils Petersen (SC Freiburg) als klassische Strafraumstürmer ein. “Er ist ein sehr, sehr guter Joker”, sagte Löw bei einer Pressekonferenz in Dortmund über 29-jährigen Petersen. “Mein Gefühl sagt, mir dass er mit der Aufgabe wachsen kann.”

“In dieser Saison war er wahrlich nicht in der Form”, lautete Löws Urteil über Götze. Löw muss den Kader bis 4. Juni noch auf die Turniergröße von 23 Profis reduzieren und dann auch einen Goalie streichen. “Ohne Spielpraxis in ein WM-Turnier zu gehen, ist nicht möglich”, sagte Löw über Neuer, der seit Oktober 2016 nicht mehr für Deutschland gespielt hat.

Özil und Gündogan im Kader

Ungeachtet der Debatte um die Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gehören Mesut Özil und Ilkay Gündogan wie erwartet zum DFB-Team. “Wir haben den Spielern zu verstehen gegeben, dass das keine glückliche Aktion war”, sagte Löw. Beide hätten ihm zu verstehen gegeben, dass sie keine politische Botschaft hätten senden wollen. “Es ist eine Lehre für sie”, sagte Löw und kündigte ein Gespräch im Trainingslager an.

Länderspiel gegen Österreich

Die Deutschen starten am 23. Mai in Eppan in Südtirol in die Vorbereitung auf die WM. Für ein Comeback vor der Nominierung des endgültigen Kaders bleiben Neuer noch zwei Chancen. Das DFB-Cupfinale am Samstag in Berlin gegen Eintracht Frankfurt sowie das Länderspiel am 2. Juni in Klagenfurt gegen Österreich. Danach steht am 8. Juni noch ein Länderspiel gegen Saudi Arabien an, aber eben erst vier Tage nach der “Kader-Deadline”.

Weiter Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen darf sich Petersen machen. “Ich habe damit wirklich nicht gerechnet und bin sehr dankbar”, äußerte sich der schon 29-Jährige über seine Nominierung überrascht. Der Freiburger Angreifer steht als Länderspielneuling im Aufgebot für das Turnier vom 14. Juni bis 15. Juli. Unerwartet war auch die Rückkehr von Leverkusens Verteidiger Jonathan Tah in das Aufgebot.

Auftaktspiel gegen Mexiko

Nach Russland bricht das DFB-Team am 12. Juni von Frankfurt aus auf. Am 17. Juni steht im Moskauer Luschniki-Stadion die erste Partie der Gruppe F gegen Mexiko an. Sechs Tage später kommt es in Sotschi zum Duell mit Schweden, am 27. Juni folgt in Kasan die Partie gegen Südkorea.

Vor der Bekanntgabe der vorläufigen WM-Mannschaft hatte der Deutsche Fußballbund die zu diesem Zeitpunkt überraschende Verlängerung der Verträge von Löw und Teammanager Oliver Bierhoff bekanntgegeben. Löw soll seinen bis 2020 datierten Vertrag bis 2022 verlängern, Bierhoff erhält ebenfalls einen um zwei Jahre längeren neuen Kontrakt bis 2024.

Vorläufiger WM-Kader

TOR: Manuel Neuer (Bayern München), Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (Bayer Leverkusen), Kevin Trapp (Paris St. Germain)

ABWEHR: Jerome Boateng (Bayern München), Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Jonas Hector (1. FC Köln), Mats Hummels (Bayern München), Joshua Kimmich (Bayern München), Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Niklas Süle (Bayern München), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

MITTELFELD/ANGRIFF: Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Julian Draxler (Paris St. Germain), Mario Gomez (VfB Stuttgart), Ilkay Gündogan (Manchester City), Leon Goretzka (Schalke 04), Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Nils Petersen (SC Freiburg), Marco Reus (Borussia Dortmund), Sebastian Rudy (Bayern München), Leroy Sane (Manchester City), Timo Werner (RB Leipzig)

(APA/dpa)

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