Dezimierte Salzburger wollen Serie gegen Austria ausbauen

Thorsten Fink: "Ein Sieg am Sonntag wäre natürlich top"
Thorsten Fink: "Ein Sieg am Sonntag wäre natürlich top" - © APA
Im Spitzenspiel der 9. Runde der Fußball-Bundesliga will Salzburg am Sonntag trotz Personalsorgen seine seit sechs Spielen andauernde Siegesserie gegen die Wiener Austria fortsetzen. Bereits am Samstag will Tabellenführer Sturm gegen Altach wieder in die Erfolgsspur finden. Ebenfalls am Samstag empfängt Rapid den WAC. St. Pölten trifft auf die Admira, Mattersburg ist zu Gast beim LASK.

Sechs Spiele in Folge hat Red Bull Salzburg gegen die Austria in der Fußball-Bundesliga gewonnen. Am einzigen Sonntagspiel der Runde will der Meister diese Serie trotz personeller Fragezeichen ausbauen. Gleich zehn Spieler waren verletzt oder angeschlagen. Bei der Austria gibt das Selbstvertrauen Anlass zur Hoffnung. “Ein Sieg am Sonntag wäre natürlich top”, sagte Trainer Thorsten Fink.

Statistiken hätten manchmal mehr, manchmal weniger Wert, meinte Salzburg-Coach Marco Rose. “Wir sind froh, dass wir die Mattersburg-Serie letzte Woche mit einem Sieg gebrochen haben. Wir sind froh, dass wir die Serie im Pokal gehalten haben, und jetzt setzten wir alles daran, die Statistik in Bezug auf Austria Wien weiter auszubauen”, führte der Deutsche vor den Bundesliga-Spitzenspiel des Zweiten gegen den Dritten aus.

Sturm Graz hat keines der jüngsten neun Spiele gegen Altach verloren und sieben davon gewonnen. Das verheißt vor dem neuerlichen Aufeinandertreffen am Samstag nichts Gutes für die Vorarlberger, die einigermaßen ersatzgeschwächt nach Graz reisten. “Wir müssen morgen aber wieder hochkonzentriert sein”, mahnte Sturm-Coach Franco Foda allerdings.

Trotz zwei 1:2-Niederlagen gegen Admira Wacker und den LASK in den vergangenen beiden Runden stehen die Grazer mit 18 Punkten noch immer an der Tabellenspitze, allerdings nur noch einen Punkt vor Salzburg. “Wir hatten in allen Spielen viele Tormöglichkeiten und sind mit Mut und Leidenschaft aufgetreten”, zog Foda kurz vor dem ersten Viertel der Saison ein Zwischenresümee. “Alle unsere Spiele waren spannend und wurden durch Kleinigkeiten entschieden. Es sei jetzt aber angezeigt, “im Torabschluss entschlossener” zu werden.

Rapid Wien bietet sich vor dem Heimspiel gegen den WAC bietet sich Rapid ein nicht gerade erbaulicher Blick auf die Tabelle. Nach acht Runden liegen die Hütteldorfer lediglich auf Rang acht – allerdings beträgt der Rückstand auf Platz drei auch nur vier Punkte, weshalb Trainer Goran Djuricin einen baldigen Aufstieg in höhere Regionen für möglich hält.

“Die Formkurve geht nach oben, leider passt das noch nicht ganz mit den Ergebnissen zusammen”, erklärte der Wiener. Seine Mannschaft ist seit vier Pflichtspielen ungeschlagen, aber in der Liga reichte es zuletzt nur zu zwei Remis. Die Unentschieden wurden immerhin in Salzburg und Altach geholt. In den jüngsten fünf Duellen mit dem WAC gab es allerdings nur einen Sieg, die Liga-Gesamtbilanz gegen die Wolfsberger ist mit sieben Siegen, fünf Unentschieden und acht Niederlagen leicht negativ.

Der LASK peilt im Heimspiel gegen den SV Mattersburg einen standesgemäßen Abschluss des erfolgreichen ersten Meisterschaftsviertels an. Derzeit liegt der Aufsteiger an der vierten Stelle, im Idealfall könnte man in der neunten Runde auch an der zwei Punkte voranliegenden Austria vorbeiziehen.

Für die Mattersburger hingegen schaute in den jüngsten sechs Runden schaute für die Burgenländer nur ein Zähler heraus. “Aber sie haben viele Spiele unglücklich verloren. Mattersburg ist eine gestandene Bundesliga-Mannschaft”, beschwichtigte LASK-Coach Oliver Glasner. Für Mattersburg-Coach Gerald Baumgartner waren die Worte seines LASK-Kollegen kein großer Trost. “Wir müssen wieder dahin kommen, dass wir den letzten Willen und letzten Einsatz zeigen”, forderte der Salzburger.

Auf Oliver Lederer wartet als Trainer des SKN St. Pölten ein Wiedersehen mit seiner “alten Liebe” Admira. Der 39-Jährige war bei den Südstädtern in mehreren Etappen als Spieler und danach von 2010 bis 2016 als Trainer tätig, zuletzt als Verantwortlicher für die Profis.

In dieser Zeit löste die Admira sogar das Ticket für die Europa-League-Qualifikation, dennoch verlief der Abschied nicht friktionsfrei. Lederer wurde im vergangenen Jänner seines Amts enthoben, die Vertragsauflösung zog sich über Monate. Mittlerweile sind diese Geschehnisse für Lederer abgehakt. “Für die Medien ist das alles interessant, doch mein Fokus liegt nur auf der Vorbereitung auf dieses Match”, betonte der Trainer vor der Partie in der NV-Arena.

Das Debüt von Lederer ging am Sonntag mit einem 1:5 bei der Austria zumindest ergebnistechnisch daneben. “Man muss aber zwischen Resultat und Leistung unterscheiden. Vor den Ausschlüssen waren wir mit einer der besten Mannschaften Österreichs auf Augenhöhe”, betonte der Betreuer des bei einem Punkt haltenden Schlusslichts, dem vier Zähler auf den Neunten Mattersburg fehlen.

(APA)

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