Deutscher Schauspieler Hans-Michael Rehberg gestorben

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Rehberg war auch oft am Burgtheater und bei den Festspielen zu sehen
Rehberg war auch oft am Burgtheater und bei den Festspielen zu sehen - © APA (Archiv/dpa)
Der deutsche Schauspieler Hans-Michael Rehberg ist am Dienstag (7. November) im Alter von 79 Jahren in Berlin verstorben. Das gab am Donnerstag das Residenztheater München bekannt. Rehberg war in seiner langen Karriere auch immer wieder am Wiener Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen zu sehen, wo der Tod des Charakterdarstellers umgehend betrauert wurde.

Rehberg wurde am 2. April 1938 in Fürstenwalde bei Berlin geboren. An der Folkwang-Schule in Essen absolvierte er seine Schauspielausbildung. Seine Berufslaufbahn begann an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld-Mönchengladbach, anschließend ging er von 1963 bis 1972 an das Bayerische Staatsschauspiel in München. Schon mit 30 Jahren wurde er hier Kammerschauspieler. 1971 war er auch als Regisseur tätig und inszenierte im Residenztheater Molières “Tartuffe”.

Nach diesem längeren Festengagement in München war er fortan vorwiegend frei tätig und spielte an fast allen großen deutschsprachigen Häusern, etwa an den Münchner Kammerspielen, am Thalia Theater Hamburg, an der Freien Volksbühne Berlin, am Schauspielhaus Zürich, am Staatstheater Stuttgart, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und an der Berliner Schaubühne.

Egal ob Tragödie oder Komödie, Rehbergs Bandbreite war riesig. Er spielte auch die großen Rollen: den Hamlet, den Mephisto und den Herzog Orsino. Er arbeitete dabei mit Regisseuren wie Ingmar Bergman, Luc Bondy, Andrea Breth, Dieter Giesing, Matthias Hartmann, Heinz Hilpert, Günter Krämer, Franz Xaver Kroetz, Hans Lietzau, Claus Peymann, Volker Schlöndorff, Peter Stein, Philipp Stölzl und Peter Zadek.

Auch in Film und Fernsehen war der vielseitige Charakterdarsteller häufig zu sehen und arbeitete dabei u. a. mit den Regisseuren Klaus Maria Brandauer, Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Wolfgang Murnberger, Wolfgang Petersen, Julian Pölsler, Andreas Prochaska, Ulrich Seidl, Steven Spielberg und Margarethe von Trotta. Für den mit dem Oscar prämierten Film “Liebe” von Michael Haneke synchronisierte Rehberg den französischen Schauspieler Jean-Louis Trintignant.

Zu seinen vielen Auszeichnungen zählten die Kainz-Medaille, die er 1994 für die Darstellung des Mendel Krik in “Sonnenuntergang” von Isaak Babel im Wiener Akademietheater bekam. Am Residenztheater übernahm er 2015 die Rolle des Teiresias in Mateja Kolezniks Inszenierung von “König Ödipus”. Als Teiresias hatte Hans-Michael Rehberg am 28. Oktober 2017 auch seinen letzten Bühnenauftritt.

(APA)

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