Der Wiener Walzer: 10 wissenswerte Fakten rund um den Traditionstanz

Wiener Walzer gehört zu den Kulturgütern der Stadt.
Wiener Walzer gehört zu den Kulturgütern der Stadt. - © APA
Er ist ein Wiener Aushängeschild wie die Sachertorte oder das Schloss Schönbrunn: Der Walzer gehört zur heimischen Kultur dazu. Passend vor dem Opernball können Sie hier noch 10 wissenswerte Fakten rund um den König der Gesellschaftstänze nachlesen.

Im Ausland herrscht mitunter gerne die Annahme, dass ein jeder Wiener und eine jede Wienerin den Walzer (Links, versteht sich) beherrscht … Nun ja, es mag sich um ein Klischee handeln, gleich dem des Melange trinkenden Dauergastes im Kaffeehaus.

Fakt ist aber, dass der Wiener Walzer ein wichtiges Kulturgut der Stadt ist. Passend zum näher rückenden Opernball haben wir hier einige wichtige Fakten rund um den berühmten Gesellschaftstanz zusammengefasst.

Wissenswertes rund um den Wiener Walzer

1. Nomen est omen: Der Name des Tanzes kommt vom Verb “walzen” – sprich “sich drehen”.

2. Abwarten, abwarten, 1 2 3, 4 5 6, … Der Walzerrhythmus, insbesondere der berühmte 3/4 Takt, wie wir in heute kennen, war nicht von Anfang an so, sondern hat sich über die vergangenen Jahrhunderte erst bis in seine jetzige Form entwickelt.

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3. Memo an Rande: Bei rund 60 Takten pro Minute ist der Wiener Walzer im Wettkampf der schnellste Tanz des Welttanzprogramms – ganz anders als sein Verwandter, der Langsame Walzer (English Waltz).

4. Der Wiener Linkswalzer kam im 18. Jahrhundert erstmals auf, als bürgerlicher Tanz. Aber: Er war auch ein durchaus verpöhnter Tanz, insbesondere in “gehobenen Kreisen”. Denn die Paare berührten sich bei der engen Tanzhaltung viel zu viel … und bei den schnellen Drehungen konnte man sogar die Knöcheln der Damen sehen! Heute lächeln wir vielleicht darüber, aber früher galten solche Dinge als höchst anstößig.

5. Da mussten schon die “Promis” der damaligen Zeit nachhelfen, um das Image des Walzers aufzupolieren: Die berühmten Komponisten Johann Strauss und Johann Strauss Sohn, sowie ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Pjotr Iljitsch Tschaikowski machten den Walzer mit ihren Musikstücken zur respektablen Musik-Gattung.

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6. Der Wiener Walzer ist ein so genannter Standardtanz, bei dem – im Gegensatz zu den Lateinamerikanischen Tänzen – die Tanzenden in enger Haltung beieinander stehen.

7. Der Walzer ist oft bei Hochzeiten der traditionelle “erste” Tanz des Brautpaares – genannt “Hochzeitswalzer”.

8. Neben unserem heimischen Wiener Walzer gibt es auch Verwandte wie den “Pariser Walzer” oder den russische Walzer, der als besonders rasch gilt. Und natürlich den bereits genannten “English Waltz”.

9. Klassischer Anfängerfehler beim Wiener Walzer: Wenn man die Drehung aus dem Schwung der Beine heraus forcieren will. Denn am besten holt man sich dem richtigen Schwung aus der richtigen Haltung des Oberkörpers. Daher: Schultern runter, Oberarme hoch, Rücken leicht zurückbeugen und nicht auf die enge Haltung vergessen!

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10. Bei Bällen, wie etwa dem berühmten Wiener Opernball, heißt es nach der Eröffnung “Alles Walzer” – das bedeutet, dass die Tanzfläche nun allen Walzenden offen steht. Auch sehr beliebt ist der Walzer um Mitternacht.

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