Der Vienna Online Mock Draft: Wer holt wen?

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St. Louis Rams: Headcoach Steve Spagnuolo hat den ersten Pick
St. Louis Rams: Headcoach Steve Spagnuolo hat den ersten Pick - © EPA
Von den meisten Experten wird der Draft-Jahrgang 2010 als außergewöhnlich bezeichnet. Aufgrund der Dichte an ausgezeichneten Nachwuchsspielern haben die meisten Teams mehrere Optionen. Es ist das große alljährliche Rätsel: Welches NFL-Team holt welchen College-Spieler und warum?

Wenn ab Donnerstagabend in New York der NFL-Draft über die Bühne geht, werden etwa fünf Millionen US- Haushalte die Übertragung im Fernsehen verfolgen. Das Rätselraten der Experten hat spätestens dann ein Ende. Momentan gibt es etwa eineinhalb Millionen Webseiten, wo Experten ihre Meinung kundtun. Auch die Redaktion von Vienna Online schließt sich diesem amerikanischen Volkssport an und bringt eine Draft-Vorschau, einen sogenannten „Mock Draft”.

Position

Team

Entscheidet sich für:

1

St. Louis Rams

Sam Bradford (QB, Oklahoma)

Nach der Entlassung von Marc Bulger benötigen die Rams dringend einen Franchise-Quarterback. Die beiden Besten des Jahrganges sind Sam Bradford und Jimmy Clausen. Trotz seiner Verletzungsanfälligkeit passt er auch aufgrund seiner charakterlichen Fähigkeiten perfekt ins Anforderungsschema der Rams.

2

Detroit Lions

Ndamukong Suh (DT, Nebraska)

Lions Head Coach Jim Schwartz hatte bei den Tennessee Titans großen Erfolg mit einem großen Defensive Tackle (Albert Haynesworth). Mit Suh (für viele der beste Spieler im Draft) hätten die Lions den gewünschten Leader in der Defensive Line.

3

Tampa Bay Buccaneers

Gerald McCoy (DT, Oklahoma)

Seit dem Abgang von Warren Sapp fehlt den Buccs ein dominanter Defensive Tackle. Mit Suh und McCoy gibt es im Draft Jahr 2010 zwei außergewöhnlich starke Spieler. Sollten sich die Lions gegen Suh entscheiden (darf als eher unwahrscheinlich bezeichnet werden) haben die Buccs gar die Qual der Wahl. McCoy ist zwar nicht so kraftvoll wie Suh aber technisch mindest gleichwertig.

4

Washington Redskins

Russell Okung (OT, Oklahoma State)

Die Washington Redskins haben mit Donovan McNabb den gewünschten Franchise-Quarterback im Kader. Nun gilt es, den Spielmacher zu beschützen. Hier bietet sich Left Tackle Russel Okung als logischer Pick an. Trent Williams ist eine Alternative, die durchaus in den Köpfen der Redskins herumspukt.

5

Kansas City Chiefs

Bryan Bulaga (OT, Iowa)

General Manager Scott Pioli hat die Qual der Wahl. Saftey Eric Berry oder doch Bryan Bulaga? Nach 45 Sacks in der Saison 2009 werden die Chiefs wohl auf Bulaga und damit einem Offensive Line Spieler setzen. Seine Verpflichtung erscheint logisch. Somit könnte Beispielsweise Branden Albert auf die Right Tackle Position wandern.

6

Seattle Seahawks

Trent Williams (OT, Oklahoma)

Der Pick der Seahawks ist höchst interessant und richtungweisend. Denn an der sechsten Position sind noch viele Wunschspieler verfügbar. Die wohl schlüssigste Verpflichtung ist jene von Trent Williams. Theoretisch kann er auf beiden Seiten der Line spielen. Das macht ihm universell einsetzbar. Die meisten Experten attestieren Williams äußerst starke Beinarbeit, gute Technik. Eine Bank im Bereich der Pass Protection.

7

Cleveland Browns

Eric Berry (S, Tennessee)

Eine weitere knifflige Entscheidung für Mike Holmgren und Co. Der benötigte Quarterback wäre durchaus verfügbar – aber einen Saftey wie Eric Berry ignorieren? Berry ist ein äußerst dynamischer Playmaker auf seiner Position und wird wohl rasch zu einem Leistungsträger werden.

8

Oakland Raiders

Anthony Davis (OT, Rutgers)

Die Raiders haben eine lange Historie für ungewöhnliche Draft Picks. Sollte Eric Berry vorhanden sein wird er wohl bei den Raiders landen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch gering. Ein Quarterback wäre eine Option. Nach den schlechten Erfahrungen mit JaMarcus Russel deuten einige Indizien auf die Verpflichtung eines Offensive Line Spielers hin. Anthony Davis ist einer der Top Left Tackles des Jahrganges. Eine Verpflichtung von Davis ist mit Sicherheit ein gewisses Risiko - aber dafür sind die Raiders durchaus bekannt.

9

Buffalo Bills

Jimmy Clausen (QB, Notre Dame)

Ähnlich wie die Rams benötigen die Bills einen Quarterback, der die Mannschaft führt. Jimmy Clausen führte bei den Notre Dame Fighting Irish in einem Angriffsystem Regie, das durchaus als NFL-tauglich bezeichnet werden kann. Einige Experten haben Zweifel an seinen Führungsfähigkeiten und an seiner körperlichen Fitness (Anm.: er musste sich nach der College Saison einer Zehenoperation unterziehen). Clausen hat jedoch das Zeug zum benötigten Franchise-Quarterback. Die Bills werden wohl kaum an ihm vorbeikommen. Runningback C.J. Spiller ist eine ernsthafte Option für die Bills. Am Ende wird jedoch Clausen bei den Bills landen.

10

Jacksonville Jaguars

Rolando McClain (LB, Alabama)

Die Verpflichtung von McClain erscheint aus vielerlei Gründen sehr sinnvoll. Justin Durant könnte zurück auf die Outside Linebacker Position wechseln. McClain hat alle Attribute, um ein Starspieler in der NFL zu werden. Er verfügt über hohe Spielintelligenz aber auch über die notwendige Härte auf dem Spielfeld.

11

Denver Broncos

Dez Bryant (WR, Oklahoma State)

Nach dem Trade von Brandon Marshall benötigen die Broncos dringend einen Playmaker auf der Wide Receiver Position. Mit Bryant wären die sportlichen Probleme behoben. Einziges Problem ist ein kolportiertes Risiko im Charakterbereich des Spielers. Den Umgang mit schwierigen Diven sollten die Broncos durch die Ära von Marshall jedoch gewohnt sein.

12

Miami Dolphins

Earl Thomas (S, Texas)

Die Dolphins haben mit Brandon Marshall ihren Topreceiver bereits unter Vertrag. Für ihre Defense werden die Dolphins mit dem Pick zwei interessante Optionen haben. Entweder Outside Linebacker Sergio Kindle oder Earl Thomas? Nach dem die Dolphins in der letzten Saison 23 Touchdowns an den Quarterback des Gegners abgaben wird es Zeit um das Defensive Backfield zu verstärken. Daher wird die Entscheidung wohl auf Earl Thomas fallen.

13

San Francisco 49ers

Joe Haden (CB, Florida)

Die 49ers werden an der 13. Position ihr Glück kaum fassen können. Denn mit Joe Haden ist der beste Cornerback des Drafts noch immer verfügbar. Er verfügt über außergewöhnliche Instinkte und körperliche Voraussetzungen. Er wird bei den 49ers rasch seinen Weg zum Stammspieler machen.

14

Seattle Seahawks

C.J. Spiller (RB, Clemson)

Die Seahawks werden wahrscheinlich unverhofft zum gewünschten Playmaker auf der Runningback-Position kommen. Sollte Spiller bereits verpflichtet sein würde Ryan Matthews die logische Alternative verkörpern.

15

New York Giants

Derrick Morgan (DE, Georgia Tech)

Die Giants lieben es, viele Defensive Line Spieler alternierend einzusetzen. Morgan wäre die nächste logische Alternative im System der Blauhemden.

16

Tennesee Titans

Dan Williams (DT, Tennessee)

Die Titans benötigen Verstärkungen für die Defensive Line. Nachdem Morgan vermutlich bei den Giants landen wird, werden sich die Titans mit Williams für den qualitativ nächststärksten Spieler entscheiden.

17

San Francisco 49ers

Kyle Wilson (CB, Boise State)

Die Secondary der Goldhelme könnte mit Wilson einen außergewöhnlichen Spieler erhalten. Der ehemalige Boise State Star hat außergewöhnliche Fähigkeiten im direkten Duell mit dem Gegner. Ein idealer Spieler für das System der Goldhelme.

18

Pittsburgh Steelers

Mike Iupati (OG, Idaho)

Star-Quarterback Ben Roethlisberger wird eine Sanktion von Seiten der Liga erhalten. Kolportiert wird eine Sperre von vier Spielen. Die Steelers werden jedoch versuchen ihre Probleme an der Offensive Line zu beheben. Mit Iupati wäre auf der Left Guard Position ein Wunschspieler noch zu haben.

19

Atlanta Falcons

Brandon Graham (DE, Michigan)

Graham hat nicht die idealen körperlichen Voraussetzungen für einen Superstar in der NFL. Er ist aber ein unermüdlicher Kämpfer und liefert über seine Einstellung tolle Statistiken ab. Er scheint für die Falcons auch charakterlich eine perfekte Verpflichtung.

20

Houston Texans

Ryan Mathews (RB, Fresno State)

Die Verpflichtung von Mathews macht aus mehreren Gründen Sinn. Die Texans benötigen einen körperlich präsenten Runningback mit Playmaker-Potential. All dies besitzt Mathews der dem spektakulären Angriff der Texaner eine neue Dimension verschafft.

21

Cincinnati Bengals

Jermaine Gresham (TE, Oklahoma)

Gresham fiel die komplette abgelaufene College Saison wegen einer schweren Knieverletzung aus. Selbst mit einer durchschnittlichen letzten Saison am College wäre er wohl nicht aus den Top 5 der Draft wegzudenken. So schreckt aber seine Knieverletzung ab.

Gresham ist fachlich betrachtet für die Bengals der perfekte Spieler. Er ist ein talentierter Passfänger und kann in jeder Deckung in der NFL für Verwirrung sorgen. Besonders über die Mitte wäre Gresham eine Waffe in den taktischen Überlegungen der Coaches. Weisen die Bengals in der Tat die benötigte Portion Mut auf?

22

New England Patriots

Jared Odrick (DT, Penn State)

Mit der Verpflichtung von Odrick würden die Patriots eine hochinteressante taktische Option erhalten. Er hat das Zeug, mehrere Rollen im Defensivschema von Bill Belichick zu spielen. Eine interessante Option könnte QB Tim Tebow sein. Haben die Patriots die Nerven und hoffen, dass Tebow oder auch Colt McCoy noch in der zweiten Runde verfügbar sind? Am Ende werden sich die Patriots jedoch für Odrick entscheiden.

23

Green Bay Packers

Sergio Kindle (OLB, Texas)

Mit Kindle finden die Packers eine interessante Option an der 23. Position des Drafts. Denn er ist ein Spieler, der gemeinsam mit Pro Bowler Clay Matthews für Furore im Pass Rush sorgen würde. Seine Verpflichtung würde Dom Capers eine neue Waffe verleihen und weitere exotische Rush-Taktiken ermöglichen. Als Alternative würde sich auch ein Offensive Tackle anbieten. Jedoch erscheinen die taktischen Varianten mit Kindle einfach zu verlockend.

24

Philadelphia Eagles

Maurkice Pouncey (C/G, Florida)

Die Knieverletzung von Jamaal Jackson hat eine (nicht nur sprichwörtlich) gewaltige Lücke in der Offensive Line der Eagles entstehen lassen. Pouncey könnte dem Team sofort als Center helfen und könnte bei einem Comeback von Jackson auf die Guard Position wechseln.

25

Baltimore Ravens

Terrence Cody (DT, Alabama)

Die Ravens benötigen dringend frisches Blut in der Defensive Line. Cody ist ein Defensive Tackle an dem die Ravens kaum vorbei blicken können. Er sollte zu diesem Zeitpunkt der beste Spieler auf dieser Position sein.

26

Arizona Cardinals

Jason Pierre-Paul (OLB, South Florida)

Gemeinsam mit Neuverpflichtung Joey Porter wäre Jason Pierre-Paul die ideale Verpflichtung für die Cardinals-Defense. Jerry Hughes wäre auf dieser Position ebenfalls eine interessante Alternative. Oder investieren die Cardinals sogar den Pick in QB Tim Tebow? Die Cardinals haben einige interessante Alternativen an der 26. Stelle des Drafts.

27

Dallas Cowboys

Charles Brown (OT, USC)

Doug Free wird wohl auf der Position des Left Tackle in die Saison starten. Brown gibt dem Team in der Tiefe des Kaders einige interessante Optionen.

28

San Diego Chargers

Devin McCourty (CB, Rutgers)

Wichtig ist für die Chargers, einen äußerst guten Runningback im Draft zu finden. Aber der Jahrgang 2010 ist äußerst gut besetzt. Daher können sich die Chargers in der Defense um Verstärkungen umsehen. Sollte Terrence Cody noch verfügbar sein wäre auch er eine interessante Option. Am Ende erscheint McCourty als bessere Option für die Chargers.

29

New York Jets

Bruce Campell (OT, Maryland)

Nach der Verrpflichtung von Jason Taylor dürften die Jets nun ihre Performance im Pash Rush deutlich verbessert haben. OT Bruce Campell scheint eine mögliche logische Verpflichtung. Von vielen Experten wird ihm die Qualität für die erste Draftrunde attestiert. Einige Coaches jedoch sehen in Campell ein Risiko. Trauen sich die Jets dieses zu?

30

Minnesota Vikings

Patrick Robinson (CB, Florida State)

Die Minnesota Vikings haben an der 30. Stelle des Drafts heuer sprichwörtlich die Qual der Wahl. Auf allen für das Team relevanten Positionen sind außergewöhnlich gute Spieler verfügbar. Die Vikings werden wohl Ausschau nach einem Cornerback halten. Hier herrscht aufgrund der Verletzungen von Cedric Griffin und Antoine Winfield der größte Handlungsbedarf bei den Wikingern. Daher ist eine Entscheidung für Patrick Robinson logisch. In der zweiten Runde des Drafts könnte möglicherweise Runningback Toby Gerhart (Stanford) verfügbar sein und somit die Probleme auf der Runningback Position lösen.

31

Indianapolis Colts

Kareem Jackson (CB, Alabama)

Die Colts müssen ihre Tiefe in der Defensive Secondary weiter ausbauen (nach dem Verlust von Marlin Jackson und Tim Jennings in der Free Agency). Er verfügt über die notwendigen Fähigkeiten um in der Zonenverteidigung in der NFL zu bestehen.

32

New Orleans Saints

Everson Griffen (DE, USC)

Mit Griffen erhalten die Saints einen jungen athletischen Pass rusher, der etablierten Spielern sofort das Leben schwer machen wird. Wie hoch die Leistungsdichte heuer ist, zeigt die Meinung einiger Experten, dass Griffen durchaus Top 10 Potential in schwächeren Draftjahrgängen gehabt hätte.

 

Thomas Muck
In Kooperation mit
sportreport.at

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