Der LASK will Rapid auch in Hütteldorf auskontern

Der LASK will Rapid auch in Hütteldorf auskontern
Das große Derby-Wochenende ist sowohl für Rapid als auch für den LASK Vergangenheit. Am Freitag steigt das Duell der beiden Fußball-Traditionsclubs in Wien-Hütteldorf. Mögliche Aufstellungen

Der Rekordmeister geht gegen den Aufsteiger aus Oberösterreich als Favorit in das Heimspiel der 16. Bundesliga-Runde. Und ist dennoch gewarnt. Denn auch vor der 0:2-Auswärtsniederlage im August in Linz war das nicht anders.

„Wir haben ein unnötiges Tor bekommen“, erinnert sich Pacult an das erste Saisonduell der beiden Teams, in dem eine perfekt eingestellte Linzer Truppe Grün-Weiß die Schneid abkaufte und dank Treffern von Vastic und Mayrleb triumphierte. Auch in Wien rechnet er mit einer ähnlichen Taktik: „Der LASK steht gut und kompakt, man muss davon ausgehen, dass sie wieder ihr bekanntes Spiel aufziehen.“

Rapid plant wieder mit Boskovic
Personell hat sich der Spielraum Pacults, der am Sonntag seinen 48. Geburtstag feiert, etwas erweitert. „Die Reihen der Verletzten lichten sich wieder“, stellte er mit Zufriedenheit fest. Zwar fehlen weiter Markus Katzer und Markus Heikkinen, dafür scheint eine Rückkehr von Mittelfeldakteur Branko Boskovic, der seine Oberschenkelblessur überwunden hat, so gut wie sicher. Ümit Korkmaz hingegen sei „noch nicht so weit, für Freitag kein Thema“, muss Pacult weiter auf seinen Flügelflitzer verzichten. Ob Innenverteidiger Mario Tokic, für den im Derby Jürgen Patocka aufgelaufen war, wieder in der Startformation steht, darüber schweigt sich Pacult aus.

So oder so sind drei Punkte fix eingeplant, gilt es doch den Anschluss an die Spitze zu wahren. „Alles andere als ein Sieg“, das betont auch Pacult, „wäre enttäuschend.“

Daxbacher setzt auf Konter
LASK-Trainer Karl Daxbacher, der sich das Wiener Derby genauestens angesehen hat, erwartet am Freitag eine vergleichsweise offensivere Rapid-Elf als fünf Tage zuvor: „Im Sturm rechne ich fix mit Bilic und Bazina.“ Die Rolle des Außenseiters stört ihn ganz offensichtlich nicht. Der Erfolgs-Coach setzt auf altbewährte Tugenden. „So weit mir bekannt ist, sind wir die konterstärkste Mannschaft in der Liga“, ließ der Niederösterreicher erkennen, wohin die taktische Reise geht. Von der Vorstellung Rapids im Wiener Derby zeigte sich Daxbacher jedenfalls angetan. „Ihre Konsequenz hat mich beeindruckt, vor allem im Mittelfeld haben sie sehr diszipliniert gespielt.“

Weiterhin verzichten muss Daxbacher auf Adi (trainiert derzeit nur mit dem Ball), Sascha Pichler und Ralph Spirk. Ali Hamdemir ist nach einer Verletzung im Training höchst fraglich. Fehlen wird definitiv auch der für ein Spiel gesperrte Jürgen Panis, der nach seiner Ellbogen-Attacke an Hackmair (Daxbacher: „Er war wegen der Entscheidungen des Schiris gefrustet“) mit Gelb noch gut bedient war.

In der Offensive ist Daxbacher aber wieder mehr Luft gegönnt. Christian Mayrleb hat seine fünf Spiele „abgesessen“, ob der quirlige Oldie seine durchaus erfolgreiche Vertretung Mario Mijatovic aber schon in Hütteldorf aus der Startelf drängt, soll noch ein Geheimnis bleiben. „Ich habe da zwei, drei Aufstellungsvarianten im Kopf“, erklärte Daxbacher. „Aber Überraschungen gibt„s ohnehin keine. Nicht für mich und nicht für den Pacult.“

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