5. September 2012 15:26; Akt.: 5.09.2012 15:26

Der kleine Rabe Socke – Trailer und Kritik zum Film

Der kleine Rabe Socke – Trailer und Kritik zum Film
Früher oder später schaffen sie ihn alle, den Sprung auf die große Leinwand. Egal ob Petterson und Findus, Wickie oder Laura und ihr Stern – haben die Helden der Kinderbücher die Bibliotheksregale ebenso wie die Merchandising-Abteilungen der Spielzeugläden erobert, dauert es nicht mehr lange, bis sie in Spielfilmlänge in die Kinos kommen.

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Ab Freitag ist der kleine Rabe Socke an der Reihe, das vorwitzige Federvieh von Nele Moost und Annet Rudolph.

Der Rabe Socke lügt wie gedruckt. Er bringt seine Kumpels auch schon mal um das komplette Spielzeug, benimmt sich beim Spaghetti-Essen daneben und zerstört auch noch das geliebte Dreirad von seinem besten Freund Eddi-Bär – natürlich nicht ohne eine Erklärung parat zu haben – nicht unbedingt ein Sympathieträger, könnte man meinen. In dem Film bringt er nun nicht nur sich in Schwierigkeiten, als ihn etwa Frau Dachs (gesprochen von Katharina Thalbach) zu Nestarrest verdonnert, sondern gleich den ganzen Wald.

Angeber, Nervensäge, Held der Kinder:”Der kleine Rabe Socke” verfilmt

Denn Socke liefert sich ausgerechnet auf dem von den Bibern gebauten Staudamm einen Schwertkampf mit Stulle, dem Wildschwein. Als ihm seine Waffe aus der Hand fliegt, zieht er sich kurzerhand einen Stock aus dem Damm – und der droht wenig später zu brechen und den kompletten Wald zu überschwemmen. Da können nur die Biber helfen. Die allerdings wohnen außerhalb des Waldes und so weit hat sich nicht mal der großmäulige Rabe Socke je von seinen heimischen Gefilden entfernt.

In fröhlichen, bunten Bildern erzählen die animationserfahrenen Regisseure Ute von Münchow-Pohl und Sandor Jesse dieses Abenteuer um den Antihelden Rabe Socke. Der macht nicht immer alles richtig, ist ein mächtiger Angeber und Feigling, der aber natürlich im Grunde seines Herzens ein feiner Kerl ist, dem die jungen Zuschauer alles verzeihen. Die kecken Sprüche “Bitte, danke” und “immer meistens” – gesprochen von Jan Delay mit seiner herrlich knarzigen Stimme, verinnerlichen die Kindern gleich nach dem ersten Mal und plappern sie fortan fröhlich mit. Dass es auf Zusammenhalt, Freundschaft und Ehrlichkeit ankommt, ist ihnen ohnehin klar.

Den erwachsenen Zuschauern dürften diese Botschaften ein wenig zu platt daherkommen, macht aber nichts. Denn Kinder bis ins Volksschulalter amüsieren sich prächtig mit Socke, bangen mit ihm um den Staudamm und seine Freunde und mögen ihn trotz seines Rabaukentums. Schließlich ist er witzig und doch irgendwie auch mutig. Und dann machen die 75 Minuten plötzlich auch wieder den Erwachsenen Spaß.

(APA)



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