Der chinesische Künstler Ai Weiwei bekommt einen Bambi

Ai Weiwei lebt seit 2015 in Berlin
Ai Weiwei lebt seit 2015 in Berlin - © APA (dpa)
Der Konzeptkünstler Ai Weiwei erhält einen Bambi in der Kategorie “Mut”. “Ai Weiwei stellt die Humanität ins Zentrum seines Schaffens und prangert an, wo er sie bedroht sieht”, so die Jury zur Begründung. Der Regimekritiker thematisiert in seinen Werken Verstöße gegen die Menschenrechte und kämpft gegen Unterdrückung und Zensur, wie Hubert Burda Media am Mittwoch in München mitteilte.

Nach dem katastrophalen Erdbeben in China 2008 veröffentlichte er die 5335 Namen der Kinder, die wegen nicht erdbebensicher gebauter Schulen ums Leben gekommen waren. Repressalien und Polizeigewalt waren die Folge. Er habe sich danach auch von einer grundlosen Inhaftierung nicht einschüchtern lassen, so die Jury weiter.

Am Tag der Preisverleihung kommt Ai Weiweis erster Film “Human Flow” in die Kinos, eine Dokumentation zur weltweiten Migration aus der Perspektive eines Künstlers. “Sein Film ist viel mehr als eine informative Dokumentation. Er ist eine fesselnde und mutige Bestandsaufnahme vom Stand der Menschheit und der Menschlichkeit im frühen dritten Jahrtausend nach Christus”, erklärte die Bambi-Jury.

Ai Weiwei lebt und arbeitet seit 2015 in Berlin im Exil. Er ist Mitglied der Akademie der Künste und Ehrenmitglied der Royal Academy of Arts. Der Preis an ihn wird am Donnerstag, 16. November, in Berlin verliehen.

(APA/dpa)

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