“Denn alles ist vergänglich” von Irvin D. Yalom: Der Psychotherapeut und das Alter

"Denn alles ist vergänglich" - das neue Buch von Irvin D. Yalom
"Denn alles ist vergänglich" - das neue Buch von Irvin D. Yalom - © Das Kollektiv für audiovisuelle Werke GmbH / Matthias Günter; www.yalomscure.com / btb Verlag
US-Psychotherapeut Irvin D. Yalom schildert in seinem neuen Buch zehn Fälle aus seiner Praxis: “Denn alles ist vergänglich” lautet der Titel der Sammlung des renommierten Schriftstellers (“Die rote Couch”/”Und Nietzsche weinte”) – unseres Buch-Tipps der Woche.


Der emeritierte Professor für Psychiatrie, der vielen seit 2014 auch durch den Kino-Dokumentarfilm “Yaloms Anleitung zum Glücklichsein” bekannt ist, erzählt von einer sterbenden Patientin, die einen neuen Sinn darin findet, ihrer Familie als Vorbild für das Sterben zu dienen.

Begegnungen mit der Vergänglichkeit bei Irvin D. Yalom

Ein junger Mann bekämpft seine Todesangst mit sexueller Aktivität, eine frühere russische Tänzerin lebt in der Vergangenheit, ein dynamischer Ex-Manager fühlt sich in einem exklusiven Seniorenheim eingesperrt.

In allen Begegnungen geht es um die eigene Vergänglichkeit, die Furcht vor dem Tod, die schwindenden Möglichkeiten im Alter, ein sinnvolles Leben und den Verlust geliebter Menschen. Dabei reflektiert der 84-jährige Yalom auch sein eigenes Alter und den Umgang damit.

“Denn alles ist vergänglich”: Darum geht es dem Autor

Es geht ihm aber auch um seinen eigenen Berufsstand. Erneut plädiert der erfahrene Therapeut für die Bedeutung der Individualität in der Psychotherapie: Das Wichtigste sei eine “authentische, heilsame Beziehung” zum Patienten und Psychotherapeuten bräuchten eine ausgeprägte Sensibilität für existenzielle Themen sowie die Fähigkeit, einen Ansatz für das zu finden, “was wehtut und getan werden muss”.

Irvin D. Yalom: “Denn alles ist vergänglich. Geschichten aus der Psychotherapie”, btb Verlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH München, 234 Seiten, 20,60 Euro

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(apa/red)

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