Denkmal am Schwarzenbergplatz erneut beschmiert: Russland spricht von “Schändung”

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Die Farbattacke am russischen Denkmal auf dem Schwarzenbergplatz.
Die Farbattacke am russischen Denkmal auf dem Schwarzenbergplatz. - © VIENNA.at
Die russische Botschaft in Wien hat nach der erneuten Überschüttung des “Heldendenkmals der Roten Armee” am Schwarzenbergplatz mit Farbe eine Protestnote an das österreichische Außenministerium geschickt.

Das “Heldendenkmal der Roten Armee” am Wiener Schwarzenbergplatz ist erneut mit Farbe beschüttet worden. Die russische Botschaft in Wien hat deshalb eine Protestnote an das österreichische Außenministerium geschickt. Die Landespolizeidirektion Wien bestätigte am Dienstag der APA den Eingang einer Anzeige und Ermittlungen gegen unbekannte Täter wegen des Verdachts auf schwere Sachbeschädigung.

Die Täter haben wahrscheinlich bereits am Montagvormittag die dunkellila Farbe auf das Fundament des Denkmals geleert und damit einen historischen Erlass verunstaltet, in dem der damalige sowjetische Oberbefehlshaber Josef Stalin Rotarmisten für ihren Einsatz bei der Befreiung Wiens auszeichnete. Der Denkmalkomplex insgesamt soll an knapp 20.000 sowjetische Soldaten erinnern, die Anfang April 1945 bei der “Schlacht um Wien” zu Tode kamen.

Denkmal mit Farbe überschüttet: Russische Kritik

“Wir haben schon oft darauf hingewiesen, dass bei der Wiederholung derartiger Dinge Maßnahmen zum Schutz des Denkmals eingeleitet werden müssen”, erklärte ein Sprecher der russischen Botschaft gegenüber der APA und erinnerte an vergleichbare Vorfälle in den Jahren 2014 und 2016. Über mögliche Täter wolle man in der Botschaft nicht spekulieren, weil es sich um ein “sensibles Thema” handle, sagte er. In einer Presseaussendung der Botschaft wurde der aktuelle Vorfall als “Schändung” bezeichnet.

Die Erinnerung an den Sieg der Sowjetunion über Nazideutschland zählt zu den wichtigsten Elementen der offiziellen Geschichtspolitik Russlands, lauter Protest gegen die Verunstaltung oder Entfernung sowjetischer Heldendenkmäler, insbesondere in Ländern des ehemaligen Ostblocks, gehört zum Standardrepertoire des Außenministeriums in Moskau.

Deutliche Kritik am Vorfall kommt aber auch vom ukrainischen Botschafter in Wien, Alexander Scherba. “Vandalismus in Bezug auf Gefallene ist ein Verbrechen und Barbarei”, schrieb Scherba am Montagabend auf Facebook.

(APA, Red.)

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