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Schlusskundgebung: Demo gegen die Regierung trifft am Heldenplatz ein

"Gleiche Chancen und Bildung für alle" fordern die Demonstranten heute in Wien.
"Gleiche Chancen und Bildung für alle" fordern die Demonstranten heute in Wien. ©FOTO: APA/HANS PUNZ
Kurz nach 15 Uhr setzte sich der Demonstrationszug von rund 20.000 Teilnehmern am Wiener Westbahnhof in Bewegung. Über die Mariahilfer Straße geht es bis zum Heldenplatz, wo gegen 16.30 Uhr die Schlusskundgebung begann.
Bilder von der Demo in Wien

Ab 14.00 Uhr wurde zuvor bei leichtem Nieselregen auf dem Christian-Broda-Platz vor dem Westbahnhof zu einem “Neujahrsempfang” für die neue Bundesregierung geladen. Organisiert wurde die Demonstration von der Plattform für eine menschliche Asylpolitik, der Offensive gegen Rechts und der Plattform Radikale Linke. Gemeinsam wirft man Schwarz-Blau rassistische, rechtsextreme und neofaschistische Tendenzen vor.

Kritik an Asyl- und Frauenpolitik

Michael Genner von der Plattform für eine menschliche Asylpolitik erinnerte daran, dass Christian Broda, Namensgeber des Versammlungsortes, nicht nur Justizminister, sondern auch Widerstandskämpfer war. Genner gab sich kämpferisch: “Dieses unser Land wird nicht von den neuen Faschisten erobert werden.” Brigitte Hornyik von der Initiative 20.000 Frauen kritisierte: “Sozialabbau trifft Frauen besonders schmerzlich.” Die Regierung preise Frauen als Mütter, verweigere insbesondere Alleinerzieherinnen aber die reale Unterstützung.

Bis zu 1.000 Polizisten im Einsatz

Auch Flüchtlingsinitiativen sowie zahlreiche Schüler und Studenten waren vertreten. “Hoch die internationale Solidarität” skandierten die Teilnehmer und forderten den Rücktritt von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). Zwischenfälle gab es keine, auch die Polizei erwartet einen lautstarken, aber friedlichen zivilgesellschaftlichen Protest. Sie ist mit einem Großaufgebot von bis zu 1.000 Beamten im Einsatz.

Demo Wien
Demo Wien

20.000 Teilnehmer bei der Demo

“Eine exakte Schätzung der Teilnehmerzahl war schwierig, das sich auch zahlreiche Schaulustige und Einkäufer auf der Straße befanden”, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Die Demonstration war kurz nach 15.00 Uhr am Christian-Broda-Platz vor dem Westbahnhof gestartet. Als die Demospitze bereits in die Babenbergerstraße nahe dem Ring kam, setzten sich die letzten Teilnehmer am Westbahnhof erst in Bewegung. Sie zogen, umgeben von zahlreichen Schaulustigen Richtung Innenstadt. Die Veranstalter sprachen sogar von bis zu 80.000 Teilnehmern. Die Schlusskundgebung begann gegen 16.30 Uhr am Heldenplatz.

Rauchbomben und Eier

Polizeilich relevante Vorfälle gab es vorerst keine, lediglich im rund 200 Personen umfassenden schwarzen Block wurden einzelne pyrotechnische Gegenstände gezündet und Eier geworfen. Unmittelbar vor dem schwarzen Block marschierte übrigens eine Gruppe “Omas gegen Rechts”.

Eine Vienna.at-Leserin bietet uns zudem einen exklusiven Blick von oben auf die Demonstranten:

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