Debrecen und Hortobágy

Debrecen und Hortobágy
© TDM Debrecen
Debrecen ist die zweitgrößte Stadt Ungarns. Im Nordosten des Landes gelegen befindet sich Debrecen in der thermalwasserreichsten Region, in der nördlichen Tiefebene. Die Stadt verfügt über einen internationalen Flughafen und ist mit dem Auto auf der Autobahn in kaum zwei Stunden von der Hauptstadt Budapest zu erreichen.

Aufgrund Debrecens wichtiger Rolle für  die evangelische Religion wird die Stadt oft als das „calvinistische Rom” bezeichnet.

Debrecen wurde zweimal in der Geschichte zur Hauptstadt Ungarns – zur Zeit der Revolution 1849 und des Zweiten Weltkriegs 1944-45. So sind die Reformierte Großkirche (Nagytemplom) und das Reformierte Kolleg zu Schauplätzen geschichtsträchtiger und schicksalhafter Ereignisse geworden.

Heute bietet die Stadt ein ruhiges und beschauliches Leben mit stimmungsvollen und weitläufigen Plätzen und Parkflächen. Debrecen ist sowohl das Wirtschafts- und Verwaltungszentrum, als auch das Kultur- und Bildungszentrum Ostungarns. Die vielen internationalen Firmen und dreißigtausend Studenten, von denen mehrere tausend aus dem Ausland kommen, verleihen der Stadt eine kosmopolitische Atmosphäre, die in internationalen Sport- und Kulturprogrammen ihren Höhepunkt findet.   Das ganze Jahr über werden kulturelle und kulinarische Feste gefeiert. Der Debrecener Blumenkarneval ist die größte Veranstaltung der Stadt und zugleich die beliebteste Veranstaltung des ganzes Landes seit über 40 Jahren.

Wiederum ist Debrecen groß genug, um je nach Bedarf dem Krach des Alltags entfliehen zu können. Im ersten Naturschutzgebiet des Landes – im Großwald – lädt das Heil- und Badezentrum Aquaticum die Besucher zum Baden im heilenden Thermalwasser und zu zahlreichen Wellness-Angeboten ein. http://www.iranydebrecen.hu/

Debrecen ist ein Ort, an dem neben den vielen Angeboten der Großstadt auch die Stille der Natur leicht zu erreichen ist. Eine halbe Autostunde entfernt ist der Nationalpark Hortobágy mit einzigartigen Naturschätzen und Ausflugszielen. Der Nationalpark Hortobágy ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes und ein Synonym für unberührte Natur. Es ist ein Ort, nach dem sich die Menschen nach einem grauen und stressigen Alltag sehnen, hinaus aus der überfüllten Welt.  Das Gefühl der Freiheit, welches vom ungestörten Blick bis zum Horizont ausgelöst wird, die Fata Morgana, grasende Rinderherden und der Anblick von Ziehbrunnen, all dies bietet sich unseren Augen bei einer Planwagenfahrt oder während einer Puszta-Safari. Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein ist ein Ausflug mit der Parkeisenbahn entlang der Fischteiche, verbunden mit Vogelbeobachtungen. Hortobágy ist ein Ort, an dem man den Duft der Kamille, Minze und des Wermuts als ganzes Düftemeer riechen kann, an dem wir den Wert der Stille neu definieren müssen und wo man während eines durch den Sternenhimmel-Park organisierten Nachtspaziergangs fast noch nach den Sternen greifen kann. Im ältesten und größten Nationalpark des Landes – der auch mit dem EDEN-Preis (European Destinations of Excellence – EDEN) ausgezeichnet wurde – ist die Hirtentradition bis zum heutigen Tage Lebensform und nicht nur ein Touristenprogramm.

Die größte Attraktion des Jahres ist der Zug der Kraniche im Herbst, wenn mehrere Hunderttausende von den nach Süden ziehenden Kranichen an den Fischteichen in Hortobágy rasten. http://www.hnp.hu/

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