Das war der zweite Probentag am 12. Mai in der Wiener Stadthalle

Am zweiten Probentag für den Eurovision Song Contest standen die Teilnehmer aus Serbien, Ungarn, Weißrussland, Russland, Dänemark, Albanien, Rumänien und Georgien auf der Bühne.

Die russische Song-Contest-Starterin Polina Gagarina hat am Dienstag in der Wiener Stadthalle eine gute Figur gemacht: Nachdem die 28-Jährige ihren Song “A Million Voices” mehrfach auf der Bühne zum Besten gegeben hat, gestand sie vor Journalisten aber ein mitunter flaues Gefühl ein. “Meine härteste Gegnerin bin ich selbst. Ich muss meine Nervösität, Aufregung und manchmal Angst überwinden.”

Russische Teilnehmerin singt über Liebe und Güte

Gemerkt hätte man davon bei den ersten Probendurchläufen jedenfalls kaum etwas. Nebst einer ob des Playbacks nur scheinbar in die Saiten und Felle hauenden Band wurde Gagarina auch von ihren Songwritern gesanglich unterstützt und gab sich keine Blöße. “Mein Song handelt von Liebe und Güte. Wir leben heutzutage oft in diesen großen, chaotischen Städten und vergessen dabei auf die kleinen Dinge.” Dem möchte sie mit “A Million Voices” etwas entgegensetzen. Privat fährt das castingshowerfahrene Model gerne Fahrrad, wie man erfuhr. “Und zwar ein großes, orangefarbenes Retro-Fahrrad.”

Der Beitrag aus Serbien sorgt für Stimmung

Bojana Stamenov hat ordentlich für Stimmung gesorgt. APA ©

Für gute Stimmung im Pressezentrum sorgte am zweiten Probentag aber vor allem Bojana Stamenov: Die serbische Teilnehmerin, die mit “Beauty Never Lies” an den Start geht, hatte nicht nur ob ihrer Performance die Fans auf ihrer Seite. Beim anschließenden Pressegespräch stellte sie kurz ihre Jodelfähigkeiten unter Beweis. “Aber ich bin keine gute Jodlerin”, lachte die wuchtige 28-Jährige, die etwas mit ihrem Styling kämpfte. “Sie haben versucht, mich und mein Haar zu beruhigen. Aber bei meinen Haaren funktioniert das nicht, und meine Stimmung geht einfach immer weiter rauf.”

Dass sie Serbien nach einem Jahr Pause wieder beim ESC vertreten dürfe, freue sie sehr. “Ich bin sehr stolz, dass ich ausgewählt wurde. Und es war schon eine lange Reise bis hierher, weshalb ich mich meiner Verantwortung mehr und mehr bewusst werde. Ich bin so glücklich, hier zu sein, und werde das mein Leben lang nicht vergessen.”

Boggie fühlt sich auf der ESC-Bühne sehr wohl

Wie “auf Wolken” fühlte sich auch die ungarische Starterin Boggie nach den ersten Gehversuchen mit ihrem Song “Wars For Nothing” auf der großen, wie ein Auge geformten ESC-Bühne in der Stadthalle: “Ich fühle mich sehr wohl, und die Visuals sind fantastisch.” Gemeinsam mit ihren Backgroundsängern steht sie zunächst quasi auf einem Sternenhimmel, bevor sich der Unter- und Hintergrund sukzessive verändert. “Es ist gleichzeitig spektakulär und bescheiden”, so Boggie. (APA)

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