Das sagt Nicola Werdenigg zu den neuesten ÖSV-Vorwürfen

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Der einstige Cheftrainer des österreichischen Skiverbandes, Charly Kahr, hat Missbrauchsvorwürfe ehemaliger Rennläuferinnen zurückgewiesen. Nicola Werdenigg war am Freitag im ORF-Studio zu Gast und äußerte sich zu den neuesten Vorwürfen.

Werdenigg äußert sich im Interview zu den neuesten Vorwürfen. Der Fall, bei dem eine Sportlerin von ihm in ein Zimmer gedrängt worden sein soll, war ihr schon länger bekannt, wie sie erklärt. “Immer wieder melden sich Menschen – es sind auch viele Männer dabei – bei mir”, erzählt sie. Sie rate den Betroffenen, die Vorfälle zuerst mit einem Psychologen aufzuarbeiten, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen. “Ich spüre die Verantwortung, die ich für diese Menschen trage.”

Kahr zeigt Werdenigg an

“Mein Mandant bestreitet entschieden, dass es diese Vorfälle gegeben hat”, sagte sein Anwalt Manfred Ainedter in Wien der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Kahr habe vor 14 Tagen Anzeige wegen “übler Nachrede” gegen eine Sportlerin erstattet, die ihm Misshandlung von Mädchen vorgeworfen hatte. Bei der Beklagten handele es sich nicht um Nicola Werdenigg, die unter ihrem Mädchennamen Spieß 1976 an den Olympischen Spielen in Innsbruck teilgenommen hatte, sagte der Anwalt. Sie hatte im vergangenen November zuerst allgemein über ein Klima des Missbrauchs in ihrer aktiven Zeit berichtet.In der “Süddeutschen Zeitung” erhoben jetzt mehrere Sportlerinnen konkrete vorwürfe gegen Kahr, von Nötigung bis zur Vergewaltigung. Die Namen der Frauen nannte die Zeitung nicht.

“Zu den in der Süddeutschen Zeitung erhobenen Vorwürfen gegen Charly Kahr hatte der Österreichische Skiverband keine Kenntnis”, teilte der Verband mit. “Kahr hat dem ÖSV nach Rücksprache versichert, dass diese Vorwürfe nicht stimmen.”

Kahr (85) war viele Jahre bis 1985 Cheftrainer beim ÖSV. Er habe beim Verband keine Rolle mehr, sagte der Anwalt. Er sei nicht bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea.

(DPA/Red.)

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