Das bringt das Jazz Fest Wien

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MICHIEL BORSTLAP &copy Jazz Fest Wien Archive
MICHIEL BORSTLAP © Jazz Fest Wien Archive

Jazz Fest Wien mit Mozartjahr-Uraufführung, Mendes und Hancock – Chick Corea mit Uraufführung eines Mozartjahr-Auftragswerkes –
16. Ausgabe von 29. Juni bis 16. Juli.

Auch das Jazz Fest Wien kommt in seiner heurigen 16. Ausgabe (29. Juni bis 16. Juli) nicht am Jahresregenten vorbei – und huldigt Mozart mit einem der spannenderen Projekte: Am 1. Juli bringt der sowohl im Jazz als auch in der Klassik beheimatete Pianist Chick Corea in der Staatsoper sein Klavierkonzert Nr. 2 „In The Spirit Of Mozart“ zur Uraufführung, ein Auftragswerk des Wiener Mozartjahres. Weiters am Jazz Fest-Programm: Sergio Mendes mit seinem neuen Projekt „Timeless“, Herbie Hancock, das Gotan Project und Randy Newman.

71 Ensembles an 13 Spielorten

Das heurige Jazz Fest Wien verzeichnet 71 Ensembles (mehr als die Hälfte davon aus Österreich), die an 13 Spielorten auftreten – und alle einen großen Konkurrenten haben: Die Fußball-WM. Organisator Fritz Thom hat wohlweislich den Final-Spiel-Termin am 9. Juli spielfrei gelassen – „viele Künstler wollten da auch gar nicht spielen“, so Thom bei der heutigen Programmpräsentation. Mehr Freude herrscht über den Dreijahresvertrag, die Stadt Wien fördert das Jazz Fest Wien wieder mit 345.000 Euro pro Jahr (Gesamtbudget der heurigen Ausgabe rund 1 Mio. Euro). Für Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) ist es „zu einem der Top-Festivals international“ geworden und „aus Wien nicht mehr wegzudenken“.

Nicht mehr wegzudenken vom Jazz Fest Wien wiederum war in den vergangenen Jahren Chick Corea, und auch heuer sorgt er für einen Höhepunkt im Programm: Zu seinem Mozartprojekt werden am 1. Juli in der Staatsoper ein 30-köpfiges Kammerorchester und ein Jazzquartett versammelt. Corea wird weiters Mozarts Klavierkonzert Nr. 24 c-moll (KV 491) und einige Jazznummern spielen. Er wird mit dem Programm nach der Wiener Uraufführung auf eine einmonatige Tournee durch Europa gehen.

Gotan Project, Sergio Mendes, …

Weitere Konzerte in der Staatsoper von 2. bis 6. Juli: Gotan Project, Sergio Mendes (der mit Black Eyed Peas-Mitglied will.i.am eben ein spannendes neues Album in frisch poliertem Klang vorgelegt hat), Herbie Hancock, Randy Newman und eine „Special Surprise“ zum Abschluss, die noch bekannt gegeben wird – ebenso wie das Programm des Fernwärme Wien – Open Air Spittelau (1. Juli ab 15.30 Uhr).

Eröffnet wird wieder wie im Vorjahr mit einem „Freikonzert“ im Hof des MuseumsQuartiers (29. 6., 17 Uhr), zu dem heuer Raul Midon und toktoktok spielen werden. Weiters am Programm: Ryuichi Sakamoto (29. 6.), die Neville Brothers (7. Juli, beide in der Halle E im MQ) und die ausgezeichnete Vokalistin Madeleine Peyroux (14. Juli) und Coldcut (15. Juli, beide im Arkadenhof des Wiener Rathauses). Am Wiener Rathausplatz gibt es wieder Gratiskonzerte vor den Filmvorführungen (Tiempo Libre am 8. 7., Marlango am 10. 7. und Senor Coconut am 12. 7.).

BA-CA Kunstforum neu dabei

Ebenfalls gibt es erneut einen Frauenschwerpunkt („Vocal – Instrumental – National“, 3. bis 5. Juli im Fernwärme Foyer), neu ist hingegen der Spielort BA-CA Kunstforum. Dort steht zuerst (10. bis 13. Juli) das Klavier im Vordergrund, von 14. bis 16. Juli werden dann die „Newcomers of the Year“ der jüngsten Hans Koller-Jazzpreise präsentiert. Neu ist heuer auch der Jazz Fest Wien Award, der ausgesuchten Vokalisten Auftritte und vier Studiotage ermöglicht.

Die überlange Jubiläumsausgabe im Vorjahr sorgte für einen Rekord mit 78.000 Besuchern, heuer wird mit 60.000 gerechnet.

Service:
Tickets und Info unter www.viennajazz.org

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