Dämmerungseinbrüche: Wiener Polizei warnt und informiert

Viele Einbrecher nutzen den Schutz der Dämmerung
Viele Einbrecher nutzen den Schutz der Dämmerung - © APA (Sujet)
Dämmerungseinbrüche werden ab November wieder eine große kriminalpolizeiliche Herausforderung darstellen, so die Wiener Polizei. Bereits im Sommer erfolgte österreichweit die Umstellung auf ein neues Notrufsystem.

Alarmanlagenbesitzer hätten schon damals eine neue Nummer in ihr Telefonwahlgerät einprogrammieren sollen. Die Frist für die Umstellung wäre der 15. Oktober gewesen. Doch noch nicht alle der rund 9.000 Alarmanlagenbesitzer in Wien haben umgestellt, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Montag.

Es ist wichtig, dass die neue Rufnummer 059 133 2490001 einprogrammiert wird, informierte die Polizei. “Ansonsten bekommen wir die Alarme nicht”, sagte Maierhofer. Bereits im Juni wurden die Alarmanlagenbesitzer postalisch darüber informiert.

Dämmerungseinbrüche in der Herbst- und Winterzeit

Da es nun immer früher dunkel wird, was erfahrugnsgemäß Einbrecher auf den Plan ruft, geht die Polizei generell verstärkt gegen diese Kriminalitätsform vor. Analog zum Vorjahr sollen spezifische Analysemethoden, rasche Fahndungen, Ermittlungen mit dem Schwerpunkt auf Prävention und dem verstärkten Austausch mit der Bevölkerung helfen. Der direkte Kontakt zur Polizei steht im Mittelpunkt. Polizeianalysen haben ergeben, dass Einbrecher von November bis Jänner öfter zuschlagen als in den anderen Monaten. Die Täter sind besonders in der Dämmerungszeit zwischen 16 und 21 Uhr unterwegs.

Die Wiener Polizei ist vorbereitet und reagiert zielgerichtet darauf. Unter dem Motto “der größte polizeiliche Erfolg ist die verhinderte Straftat” wird zusätzlich großes Augenmerk auf Prävention gelegt. Die Bevölkerung kann durch eigene, meist einfache Sicherungsmaßnahmen mögliche Einbrecher abschrecken, was auch die Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik belegen: Im Jahr 2015 sind über 40 Prozent aller Wohnraumeinbrüche in Österreich gescheitert. Sehr oft, weil die Fenster und Türen gut gesichert sind. Selten sind Spezialisten wie im Krimi mit schweren Geräten am Werk.

Achtung, Einbrecher: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Oft sind es Täter, die einfachste Möglichkeiten nutzen und mit einem Schraubenzieher oder einer Zange schlecht gesicherte Türen oder Fenster aufbrechen. Gelingt es ihnen in die Wohnung einzudringen, haben sie es meist auf schnell verwertbares Gut abgesehen. Daher ist es ratsam, Schmuck, Bargeld und wertvolle Gegenstände in einem Safe zu verwahren und am besten keine höheren Bargeldbeträge zuhause aufzubewahren. Informationen, wie man sein Eigenheim besser schützen kann, sind beim Kriminalpolizeilichen Beratungsdienst (1070 Wien, Andreasgasse 4) zu erhalten.

Eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind wichtig. Eine Vertrauensperson, die nach dem Rechten sieht, den Postkasten entleert und das Werbematerial von der Türe entfernt, leistet wertvolle Dienste. Die Polizei will aber auch die Menschen dazu motivieren, sie bei verdächtigen Beobachtungen zu verständigen. Niemand soll sich scheuen die nächste Polizeidienststelle zu kontaktieren oder die Notrufnummer 133 zu wählen. Der direkte Austausch mit der Bevölkerung steht im Mittelpunkt. Nähere Informationen und auch die wichtigsten Sicherheitstipps sind auf der Homepage der Landespolizeidirektion Wien ersichtlich. Zusätzlich werden auf der Facebook-Seite und dem Twitter-Account der LPD Wien wöchentlich unter #aufgepasst – wertvolle Präventionstipps veröffentlicht.

(apa/red)

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