Daddy’s Home – Trailer und Kritik zum Film

Daddy’s Home – Trailer und Kritik zum Film
Der Eine ist der (über)perfekte Ersatzvater: engagiert, zuverlässig, vorbildhaft, emotional zugewandt, mit allen Eltern-Ratgebern vertraut – doch leider auch ein bisschen trottelig-langweilig.

Der Andere ist das genaue Gegenteil: draufgängerisch, unberechenbar, ein Hallodri – aber ebenso cool wie muskelbepackt-sexy.

Daddy’s Home – Die Geschichte

Das Problem: Stiefvater Brad (Will Ferrell) und Erzeuger-Dad Dusty (Mark Wahlberg) kämpfen beide um die Gunst des Geschwisterpaares Megan und Dylan – und es kann nur einen Sieger-Papa geben. Das muss krachen, ganz besonders in einer Komödie, in der Haudrauf-Komiker Will Ferrell mitspielt. Und so kracht es viel und laut im neuesten Streich der beiden Schauspieler mit dem Titel “Daddy’s Home – Ein Vater zu viel” (ab Donnerstag im Kino).

Denn Ferrell und Wahlberg haben dieses Konzept – hier der überkorrekte, zurückhaltende Softie, dort der knallharte, supercoole Macho – schon einmal erfolgreich umgesetzt. In der 2010er Komödie “Die etwas anderen Cops” mussten sie als ungleiche Polizisten gemeinsam einen Fall lösen – mit allerlei Verwicklungen und Fehltritten, versteht sich. Der Film spielte allein in den USA rund 120 Millionen Dollar ein; ein recht guter Wert für eine Komödie.

Also warum das Ganze nicht noch einmal so ähnlich probieren? Jetzt sind es eben keine ungleichen Cops, sondern ungleiche Väter, die aufeinander losgelassen werden. Zunächst kriegen sich die beiden ziemlich in die Haare, doch dann merken sie, dass sie wohl zusammenarbeiten müssen, denn eigentlich haben sie ja das gleiche Ziel: Ihre Kinder glücklich zu machen. Immerhin schaffte es dieser Klamauk zum US-Start rund um Weihnachten auf Platz zwei der dortigen Kinocharts hinter dem übermächtigen “Star Wars”-Abräumer. 116 Millionen Dollar lautet das US-Einspielergebnis bis jetzt – wieder ganz ordentlich.

Daddy’s Home – Die Kritik

Das gilt auch teilweise für die Gags: Irgendwie ganz ordentlich, aber auch ziemlich krachledern. Neben echt witzigen Passagen wie dem Tanz-Wettstreit aufgebrachter Väter, die sich gerade noch prügeln wollten, gibt es eine Menge überkandidelte Albernheiten. Beispiele? Die krachende Fahrt auf dem geborgten Motorrad quer durchs Haus mit einem Will Ferrell, der anschließend in der Gipswand feststeckt. Oder die Skateboard-Action im Garten mit einem Will Ferrell, der an die Oberleitung knallt.

Eine Klamotte, mit der Regisseur Sean Anders ähnlich wie bei seinem Adam-Sandler-Film “Der Chaos-Dad” meist direkt auf die Zwölf geht. Subtil geht anders. Allerdings kann “Daddy’s Home” durchaus ein Spaß sein, wenn man weiß, worauf man sich einlässt. Und Thomas Haden Church als verschrobener Radio-Chef, der seinem Angestellten Brad mit unnützen Tipps zur Seite steht, ist durchaus sehenswert.

(APA)

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