Copa Cagrana: Weitere Lokalabrisse offen

Ein Bild vom Abriss zweier Gebäude an der Copa Cagrana.
Ein Bild vom Abriss zweier Gebäude an der Copa Cagrana. - © APA
Nachdem einige Gebäude an der umstrittenen Lokalmeile Copa Cagrana an der Neuen Donau in Wien bereits abgerissen wurden, könnte dieses Schicksal bald auch weitere Lokale treffen.

Nach dem Abriss einiger Gebäude vor einigen Wochen wird es demnächst auch möglich sein, den Rest der an einen Generalpächter vermieteten Gastro-Betriebe zu entfernen, wie jedenfalls Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) am Mittwoch im Gespräch mit der APA versicherte.

Fehlende wasserrechtliche Genehmigung

Laut der Ressortchefin liegt nämlich nun ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofes vor, wonach es für die betreffenden Objekte keine wasserrechtliche Genehmigung gibt – die nötig wäre, da der Bereich im Hochwassergebiet liegt. Was aus Sicht der Stadt bedeutet: “Wir haben jetzt die Möglichkeit, alle Lokale abzureißen.” Wobei konkret zunächst Generalpächter Norbert Weber dies tun müsse, wie betont wurde. Die entsprechende Frist begann laut Sima am 1. Juni zu laufen und beträgt sechs Wochen.

Copa Cagrana: Eher Schandfleck als Erholungsoase

Werden die Lokalitäten, die laut den Stadt-Verantwortlichen derzeit eher Schandfleck als Erholungsoase sind, nicht beseitigt, wird sich die Gemeinde einen Exekutionstitel bei Gericht besorgen und die Areale selbst von der Bebauung befreien. Die Kosten würden dann dem Generalpächter, mit dem die Stadt seit Jahren im Clinch liegt, in Rechnung gestellt, hieß es.

Weber: “Wegreißen tun wir gar nichts”

Weber selbst versicherte im APA-Gespräch jedoch postwendend: “Wegreißen tun wir gar nichts.” Er bestätigte das Vorliegen des gerichtlichen Entscheides. Die Stadt habe ihre Zustimmung im betreffenden Wasserrechtsverfahren zurückgezogen. Somit gebe es tatsächlich keine Genehmigung.

Verhandlung Ende Juni

Dies will Weber aber zivilrechtlich bekämpfen. Denn man könne nicht als Vermieter auftreten und Geld kassieren, gleichzeitig aber verhindern, dass Lokale die notwendigen Auflagen erfüllen. Laut dem Pächter gibt es dazu Ende Juni eine Verhandlung. Er appellierte an die Stadt, dieses Verfahren jedenfalls abzuwarten.

(apa/red)

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