Coop Himmelb(l)au baut in Südchina

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Den Wettbewerb um den Bau des Museum of Contemporary Art & Planning Exhibition in Shenzhen konnte das Wiener Architekten-Team für sich entscheiden.

Das Wiener Architekten-Team Coop Himmelb(l)au, deren BMW Welt am Rande des Münchener Olympiaparks am 17. Oktober eröffnet wird, ging nun auch als Gewinner der Ausschreibung für den Bau des „Museum of Contemporary Art & Planning Exhibition“ in der südchinesischen Metropole Shenzhen hervor. Mit dem 257 Mio. Euro teuren Projekt will man ein den Anforderungen an zukünftige Museums-Komplexe entsprechendes Konzept realisieren, so das Architektur-Büro am Donnerstag in einer Aussendung.

Auf einem 30.000 Quadratmeter großen Gelände, inmitten des neuen Stadtzentrums, des „Futian Cultural Center“, soll noch in diesem Jahr mit dem Bau des 160 Meter langen, 140 Meter breiten und 40 Meter hohen Museums begonnen werden. Das voraussichtlich bis 2010 fertiggestellte Gebäude wird sich in zwei Ausstellungs-Bereiche gliedern, das „Museum of Contemporary Art“ und eine die Stadtentwicklung dokumentierende Ausstellung („Planning Exhibition“), die sich über sieben Etagen und insgesamt 103.000 Quadratmeter erstrecken werden. Eine große Brücke wird die Verbindung zur östlich gelegenen „Youth Activity Hall“ herstellen. Die Eingangshalle, als Orientierungspunkt, von dem aus die weiteren Bereiche des Gebäudes begehbar sein werden, wird Einrichtungen wie Cafés, Bars, Buchgeschäfte, Museums-Shops und Veranstaltungsräume beinhalten.

Die äußere Form des Museums-Komplexes ergibt sich aus der vertikalen Rotation der Fassade hin bis zum obersten Geschoß. Aus dieser Rotation heraus entsteht ein dynamischer Bau in Form einer „aktiven Welle“, die durch die Verwendung schwarzen Metalls und schwarzen Glases in ihrer Bewegung zu einem urbanen Monolithen erstarrt scheint, so Coop Himmelb(l)au.

In Shenzhen ist auch schon ein anderer österreichischer Architekt tätig: Rainer Pirker und sein international agierendes Büro rpaX wurden mit der Umwandlung des nördlichen Stadtzentrums in ein High-Tech-Gebiet mit Wohn- und Arbeitsraum für 200.000 Menschen beauftragt. Pirker war auch Mitglied der neunköpfigen Jury, die aus den internationalen Wettbewerbs-Einreichungen vier Finalisten ermittelt hatte: Neben Coop Himmelb(l)au waren am Ende noch das Kanadische Büro Khoury Levit Fong, die Deutschen lwa Leyk Wollenberg Architekten sowie die Briten Nicholas Searle und Suzannah Waldron im Rennen gewesen.

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