Contador baute Tour-Führung aus

Contador gewann das Einzelzeitfahren um Annecy
Contador gewann das Einzelzeitfahren um Annecy - © APA (epa)
Alberto Contador hat seinen Vorsprung bei der 96. Tour de France ausgebaut. Der spanische Radprofi gewann am Donnerstag das über 40,5 Kilometer gehende Einzelzeitfahren um Annecy und vergrößerte den Abstand auf den Gesamt-Zweiten Andy Schleck aus Luxemburg nach der 18. Etappe damit auf über vier Minuten. Der zweite Tour-Gesamtsieg nach 2007 dürfte dem Astana-Fahrer damit nicht mehr zu nehmen sein.

“Ein Zeitfahrsieg bei der Tour ist etwas ganz Besonderes. Es war ein großer Tag für mich”, jubelte Contador im Ziel. Erstmals gewann der 26-Jährige bei der Frankreich-Radrundfahrt ein Zeitfahren und verwies in 48:30 Minuten den Schweizer Olympiasieger Fabian Cancellara um drei Sekunden auf den zweiten Platz. Erneut großer Verlierer war Rückkehrer Armstrong, der in seiner einstigen Paradedisziplin als 16. unter den Erwartungen blieb und 1:30 Minuten auf seinen Astana-Rivalen verlor.

An der Spitze des Gesamtklassements hat Contador, der nach Verbier seinen zweiten Etappensieg bei dieser Tour feierte, seinen Vorsprung weiter ausgebaut und thront nun vor dem Luxemburger Andy Schleck (+4:11 Min.) und dem neuen Gesamtdritten Armstrong (+5:25). “Ich wollte mich nur auf das Gesamtklassement konzentrieren, aber als ich die Zwischenzeiten sah, wollte ich auch den Tagessieg und habe bis zum Ziel das Maximum gegeben”, meinte Contador.

Für Armstrong verlief der Nachmittag bitter, auch wenn er in der Gesamtwertung an Fränk Schleck vorbeiziehen und einen Rang gutmachen konnte. In seiner einstigen Domäne – der 37-Jährige gewann bisher elf Tour-Zeitfahren – reichte es nicht einmal zu einem Platz unter den Top-15. Dafür triumphierte sein Astana-Rivale Contador und ließ sich im Ziel fast schon als Gesamtsieger feiern.

Nur noch die vorletzte Etappe am Samstag auf den Mont Ventoux kann jetzt realistisch gesehen noch Veränderungen im Klassement bringen. Der zweitplatzierte Andy Schleck, der im Zeitfahren 1:45 Minuten auf Contador verlor, erkannte die Dominanz des Spaniers aber bereits an: “Contador ist der Stärkste, daran besteht kein Zweifel.”

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