Club komplett überfüllt: Auftritt von Kult-DJ Gigi D’Agostino im Bollwerk Wien sorgt für Polizeieinsatz

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Der Auftritt von Gigi D'Agostino im Bollwerk Wien sorgte für einen Polizeieinsatz.
Der Auftritt von Gigi D'Agostino im Bollwerk Wien sorgte für einen Polizeieinsatz. - © APA/pixabay.com (Sujet)
Am Freitag gastierte der Kult-DJ Gigi D’Agostino im Wiener Bollwerk. Obwohl der Club bereits komplett überfüllt war, versuchten weitere 200 Personen in das Lokal zu gelangen. Rund 20 Polizeibeamte waren nötig, um die Situation zu beruhigen.

Am Freitag trat der italienische Kult-DJ Gigi D’Agostino im Bollwerk Wien in der Wagramer Straße auf. Viele Fans des 50-Jährigen reisten zum Event an, somit war der Club in der Donaustadt komplett überfüllt.

Tumultartige Szenen: Polizeieinsatz wegen stark überfülltem Bollwerk

Gegen 00.30 wurde die Polizei aufgrund der starken Überfüllung alarmiert, da es im Eingangsbereich zu tumultartigen Szenen kam: Rund 200 weitere Personen versuchten, in das Lokal zu gelangen. “Die Stimmung war total aufgeheizt”, berichtete Polizeisprecher Harald Sörös, Gäste gerieten aneinander.

Insgesamt vier Funkwagenbesatzungen des Stadtpolizeikommandos Donaustadt sowie zwei Gruppen Bereitschaftseinheit (insgesamt rund 20 Beamte) waren nötig, um die Situation zu beruhigen. Es kam zu zwei Anzeigen wegen Körperverletzungen sowie zu mehreren Verwaltungsübertretungen, beispielsweise Anstandsverletzungen.

Kritik an Veranstaltung auf Facebook-Seite

Auf der Facebook-Seite des Bollwerks äußerten User massiven Unmut über den Ablauf der Veranstaltung. Es wurde unter anderem kritisiert, dass es in der Nacht die Information gegeben habe, dass Gäste, die nicht mehr in den Club kamen, an der Kasse ihr Geld zurückbekommen würden. Allerdings sei die Kassa unbesetzt gewesen, beschwerten sich die Fans.

Der Club reagierte Samstagmittag mit einer Stellungnahme auf Facebook. Selbstverständlich würden all jene Gäste, die bereits Vorverkaufstickets hatten und nicht reingelassen wurden, ihr Geld zurückbekommen.

Club-Betreiber bestreiten Überfüllung

Die Betreiber bestritten außerdem, “mehr Leute als erlaubt in den Club gelassen” zu haben. Vielmehr sei man “weiter unter unserer zulässigen Höchstgrenze” gelegen. Das Problem sei gewesen, dass alle Gäste nur in jenen Bereich, in dem der DJ aufgetreten war, gewollt hätten. “Unser Soul Club z.B. war fast leer”, hieß es im Posting. “Tatsache ist, dass rund 200 Personen vor der Tür standen und nicht mehr reingelassen wurden”, konstatierte Polizeisprecher Sörös.

Der italienische Musikproduzent sei laut Eigenangaben bereits zweimal im Bollwerk aufgetreten, hier hätten sich die Gäste immer auf den gesamten Club verteilt und somit hätte es keinen Stau gegeben. Auf die Situation am Freitagabend “waren wir nicht vorbereitet, und dafür übernehmen wir die Verantwortung”, hieß es im Facebook-Statement. “Auf jeden Fall werden wir unsere Lehren daraus ziehen”. Am 30. November würde es eine weitere Show mit Gigi D’Agostino geben, “diese werden wir entweder streng limitieren, oder in eine andere Location wechseln”.

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