Clinch unter Jugendlichen im Cannabis-Drogenmilieu in Floridsdorf: Festnahmen

Der Raub ereignete sich ín Wahrheit bei einem versuchten Drogenhandel.
Der Raub ereignete sich ín Wahrheit bei einem versuchten Drogenhandel. - © APA/Sujet
Mit einer Vielzahl an Anzeigen und mehreren Festnahmen endete ein Disput zwischen einem jugendlichen Cannabishändler und seinen Abnehmern in Wien.

Die Vorgeschichte: Ein 15-jähriger Schüler erstattete bei der Polizei Anzeige, wonach er am 30.05.2015 von drei Unbekannten auf offener Straße in Floridsdorf ausgeraubt worden sei.

Die Täter hätten ihn darüber hinaus unter Drohung mit Gewalt zur Herausgabe von 150 Euro erpresst. Es wurde eine Übergabe vereinbart – und die Polizei schritt ein.

16-Jähriger Schüler festgenommen

Das Landeskriminalamt Wien konnte bei der geplanten Geldübergabe einen 16-jährigen Schüler festnehmen, der vom Opfer als Haupttäter wiedererkannt wurde. Die beiden Komplizen (15, 16) konnten auch rasch ausgeforscht werden.

Aber: Der vom Opfer beschriebene Tathergang des Raubes war, wie sich im Zuge der Vernehmungen herausstellte, frei erfunden: Vielmehr dürfte der 15-Jährige im Dachboden eines Wohnhauses versucht haben, Cannabiskraut an das Trio zu verkaufen. Diese raubten ihm in Folge die Drogen und eine Waage, das Opfer erstattete dann eine nicht wahrheitsgemäße Anzeige bei der Polizei.

Alle Beteiligten müssen sich nun vor Gericht verantworten, der mutmaßliche 16-jährige Haupttäter der Raubhandlung befindet sich in Haft, so die Polizei.

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