Chinas Börsen auf tiefstem Stand seit 15 Monaten

Die chinesischen Börsen sind auf den tiefsten Stand seit 15 Monaten gefallen. Händler nannten zwei Gründe: Zum einen zögen Investoren bereits im Vorfeld des Börsengangs der Agricultural Bank of China (AgBank) Mitte Juli Liquidität ab. Zum anderen bremste Chinas schwächelnde Industrie den Markt aus. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Einkaufsmanagerindex fiel im Juni auf 52,1 von 53,9 Punkten.

Das Stimmungsbarometer signalisiert zwar noch Wachstum, sackte aber auf den tiefsten Stand seit Februar. Die Börse in Shanghai schloss ein Prozent tiefer bei 2.373 Punkten. Allein im ersten Halbjahr verlor die Börse 27 Prozent und gehört damit zu den Schlusslichtern der weltweiten Aktienmärkte. Die Börse in Hongkong gab ebenfalls nach. Der Hang Seng Index fiel 0,6 Prozent auf 20.128 Punkte. Der H-Index der Aktien vom chinesischen Festland fiel 0,6 Prozent auf 11.466 Zähler.

“Letztendlich fehlt einfach Geld und das schwächt den Markt”, sagte ein Händler in Shanghai. Neben dem Megabörsengang der AgBank stehen noch 60 bis 70 Firmen auf der Warteliste für eine Emission. Analysten rechnen damit, dass deshalb dieses Jahr umgerechnet 95,9 Mrd. Euro (800 Mrd. Yuan) aus dem Markt abgezogen werden.

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