China-Millionen locken Ex-Rapidler Jelavić

Von David Mayr
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Steht Nikica Jelavić bei West Ham vor dem Absprung?
Steht Nikica Jelavić bei West Ham vor dem Absprung? - © AP Photo/Scott Heppell
Ex-Rapid-Goalgetter Nikica Jelavić könnte West Ham verlassen und der nächste Millionentransfer nach China werden.

Über ein halbes Jahrzehnt ist es schon wieder her, dass Nikica Jelavić mit seiner kraftvollen, dynamischen Spielweise und seinen Toren die Rapid-Fans begeisterte. Bis er im August 2010 im Unguten von den Grün-Weißen schied, nachdem er sich geweigert hatte, im Europa-League-Playoff gegen Aston Villa aufzulaufen, um einen Transfer nach Glasgow zu erzwingen.

Rapid wurde für den Abgang des Topstürmers zu den Rangers immerhin mit knapp fünf Millionen Euro Ablöse vertröstet, der Kroate ging nach 43 Pflichtspieltoren für Grün-Weiß seinen Weg auf die Insel. Eineinhalb Jahre später der nächste Schritt auf der Karriereleiter: Von Schottland gelang ihm der Sprung ins Fußball-Eldorado englische Premier League.

Jelavić’ Abenteuer auf der Insel

Bei Everton etablierte sich Jelavić zunächst auf Anhieb, verlor nach 20 Monaten jedoch seinen Stammplatz bei den “Toffees”. Es folgte ein Wechsel zu Hull City, wo der Angreifer weitere eineinhalb Jahre blieb, nach dem Abstieg am Ende der vergangenen Saison wechselte er dann abermals die Farben und heuerte bei West Ham United an.

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Posted by West Ham United FC on Dienstag, 9. Februar 2016

In Ostlondon läuft es für Jelavić allerdings überhaupt nicht nach Wunsch. Er fristet ein Dasein als Wechselspieler, hält nach einem knappen halben Jahr bei gerade einmal 340 Einsatzminuten und einem Tor in der Liga. Beim Aufstieg ins Achtelfinale des FA Cups gegen Liverpool (2:1 nach Verlängerung) am Dienstag stand er ebenso wenig im Kader wie letzten Samstag in der Liga gegen Southampton (0:1).

Der Ruf aus dem Reich der Mitte

Nun scheint sich für Spieler und Klub eine unverhoffte Gelegenheit, an ordentlich Geld zu kommen, aufzutun. Der chinesische Verein Beijing Renhe soll laut Sky Sports Interesse an Jelavić haben und bereit sein, 11,5 Millionen Euro für ihn nach London zu überweisen.

Der chinesische Fußball hat diesen Winter über gewaltig aufgerüstet und den europäischen Transfermarkt aufgewirbelt. Mit Alex Teixeira (50 Millionen zu JS Suning), Jackson Martínez (42 Mio., Guangshou Evergrande), Ramires (28 Mio., JS Suning), Gervinho (18 Mio., Hebei China Fortune), Paulinho (14 Mio., Guangshou Evergrande), Demba Ba (13 Mio., Shanghai Shenhua) und Fredy Guarín (12 Mio., Shanghai Shenhua) sind gleich zahlreiche Topstars, teils im besten Fußballeralter, ins Reich der Mitte übersiedelt.

Jelavić könnte sich – sollte er sich entschließen, nachzufolgen – nur bedingt mit ihnen messen. Beijing Renhe spielt im Gegensatz zu den genannten Vereinen in der zweiten chinesischen Liga. Sportlich nur bedingt attraktiv, wäre ein Wechsel nach Peking für den kroatischen Ex-Teamspieler aber zumindest finanziell ein Goldgriff.

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