15. September 2012 13:27; Akt.: 15.09.2012 16:32

Chemieunfall in Sooß in Baden: Drei Arbeiter wurden verätzt

Drei Arbeiter wurden bei dem Chemieunfall in Sooß in Baden verletzt. Drei Arbeiter wurden bei dem Chemieunfall in Sooß in Baden verletzt. - © APA/ BFKDO Baden
Im Ortszentrum von Sooß (Bezirk Baden) ist Samstagmittag ein 50-Liter-Fass mit einer “undefinierbaren Flüssigkeit” geborsten. Drei Arbeiter, die das Fass beseitigen wollten, wurden verletzt. Anrainer sollen jedoch nicht in Gefahr sein.

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Wie NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger berichtete, könnte es sich bei der Chemikalie um Salzsäure handeln. Nach ersten Angaben sind drei Arbeiter, die mit der Beseitigung des Fasses beschäftigt gewesen sein sollen, verletzt worden. Für die Anrainer bestehe derzeit keine Gefahr: Luftmessungen haben keine Belastung ergeben. Die Ortsdurchfahrt von Sooß wurde nach Angaben des ÖAMTC gesperrt.

Chemikalie konnte noch nicht identifiziert werden

In einer ehemaligen Werkstätte mit angrenzender Lagerhalle, die seit über zwei Jahren geschlossen ist, war der Besitzer Samstagvormittag mit Helfern mit der Teilentsorgung der dort gelagerten Bestände, unter denen auch einige Fässer waren, beschäftigt. Gegen 12.00 Uhr ging nach Angaben Respergers eine Alarmierung bei der Feuerwehr ein, dass eines der Fässer geborsten sei. Die Feuerwehr ist mit drei Fahrzeugen und ca. 50 Mann ausgerückt. Schadstoffspezialisten mit Schutzanzügen und Atemschutzgeräten waren am Werk, um die Flüssigkeit zu untersuchen. Nach der Identifizierung soll die Chemikalie gebunden und anschließend entsorgt werden.

Die drei Verletzten sind mit leichten bis mittelschweren Verletzungen – vor allem Verätzungen im Gesicht – in die Spitäler in Baden und Wiener Neustadt eingeliefert worden, berichtete “144 – Notruf NÖ”.

Flüssigkeit ist Schwefelsäure

Bei der Flüssigkeit die zum Chemieunfall im Ortszentrum von Sooß (Bezirk Baden) am Samstagmittag geführt hat, handelte es sich um hochgiftige, hochätzende 98-prozentige Schwefelsäure. Wie NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger berichtete, sind an Ort und Stelle u.a. nicht nur sechs Feuerwehren und ein von der Bezirkshauptmannschaft beauftragtes privates Entsorgungsunternehmen, sondern auch der Chemiker der Landesregierung. Gemeinsam mit dem Bürgermeister und der Behörde findet ein Krisengipfel statt. Im Krisengipfel soll der weitere Vorgang besprochen werden. Es sei noch unklar, ob die sich in der Halle “bis unter die Decke” befindenden Chemikalienbestände noch am heutigen Samstag entsorgt werden können, so der NÖ Feuerwehrsprecher. Fest steht, dass sowohl das Gebäude als auch das Gelände von der Feuerwehr gesichert sind und keine Gefahr für die Anrainer besteht. Die Ortsdurchfahrt von Sooß war weiterhin gesperrt. (APA/Red)



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