Caritas und Diakonie kritisieren hohe Kosten für Eltern zu Schulbeginn

Für viele Eltern wird der Schulbeginn eine teure Angelegenheit.
Für viele Eltern wird der Schulbeginn eine teure Angelegenheit. - © APA (Sujet)
Der Schulbeginn kann durchaus teuer werden. Die Caritas Wien bietet deshalb auch heuer wieder in ihren Second-Hand-Läden günstige Schulutensilien an und will so Eltern unterstützen.

Zwischen knapp 100 und 300 Euro kostet ein Taferlklassler-Startpaket laut Erhebungen der Arbeiterkammer. Diese Kosten könnten sich allerdings viele Eltern nicht leisten, warnen Caritas und Diakonie anlässlich des Schulstarts in Ostösterreich am 5. September.

Rund 300.000 Kinder und Jugendliche leben in Österreich laut Caritas in einkommensschwachen Haushalten, für viele Familien sei der Beginn des Schuljahrs eine echte Herausforderung. “Wir wollen diese Familien zum Schulstart unterstützen, denn Bildung ist die beste Armutsprävention für Kinder!”, so Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien.

Günstige Schulartikel in Second-Hand-Läden der Caritas Wien

In den Second-Hand-Geschäften der Caritas, den Carlas, wird bis zum 10. September ein großes Sortiment an Schulartikeln um wenig Geld verkauft, darunter etwa Hefte und Stifte ab zehn Cent, Mappen und Schultaschen ab fünf Euro oder Lineale, Turnsackerl, Malkästen und Federpennale ab zwei Euro. Spenden für die diesjährige Aktion werden noch angenommen.

Zu den Kosten für Schulsachen kommen noch Ausgaben für Kopien, Milchgeld, Projekt- und Wandertage oder den Elternverein. Die Diakonie warnt in diesem Zusammenhang vor einer Kürzung der Mindestsicherung: Durch diese würden Gegenwart und Zukunft von Kindern aus sozial benachteiligten Familien noch weiter verschlechtert. Neben Hilfe zum Schulbeginn sei auch eine Umstellung der Schulfinanzierung notwendig, so Diakonie-Sozialexperte Martin Schenk. Diese soll sich an einem “Chancenindex” orientieren, der auf Bildungsstand, Beruf und Einkommen der Eltern basiert. Damit könne zwar die Spaltung in “gute” und “schlechte” Wohngegenden nicht aufgehoben, aber an den Schulen einiges verbessert werden.

(APA/Red)

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