Capitals machen Überstunden gegen Alba Volan

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Capitals jubeln über den entscheidenden Treffer in der Verlängerung
Capitals jubeln über den entscheidenden Treffer in der Verlängerung - © expa/Haumer
Alba Volan Fehervar bleibt ein gern gesehener Gast in der Wiener Albert-Schultz-Halle. Auch am Sonntagabend unterlagen die Ungarn den Vienna Capitals, Fehervar musste sich aber erst nach Verlängerung mit 3:4 geschlagen geben – immerhin der erste Punkt in Wien.

Das Spiel begann turbulent und mit einer kalten Dusche für die Vienna Capitals. Unmittelbar nach der ersten großen Torchance der Wiener (Lebeau scheiterte aus kurzer Distanz an Goalie Hetenyi) erzielte Gäste-Stürmer Mihaly mit einer sehenswerten Direktabnahme die Führung für die Gäste. Die Wiener zeigten sich davon aber nicht beeindruckt: Nur 51 Sekunden gelang Marcel Rodman in Überzahl der Ausgleich für die Capitals.

Eigentor von Alba-Goalie Hetenyi
In einem unterhaltsamen Spiel fanden beide Teams gute Torchancen vor. Der dritte Treffer der Partie war kurios: In Überzahl feuerte Darcy Werenka einen seiner gefürchteten Schlagschüsse von der blauen Linie ab, verfehlte das Gehäuse der Ungarn jedoch deutlich. Die von der Bande abprallende Scheibe bugsierte sich der ungarische Torhüter mit seiner Fanghand ins Tor. Mit einem leistungsgerechten 2:1 gingen beide Teams in die erste Drittelpause.

Ausgeglichenes Mitteldrittel
Im Mittelabschnitt blieben große Torchancen Mangelware. Für Aufregung sorgte ein regulärer Check von Benoit Gratton an Nathan Martz. Der Stürmer der Ungarn schied mit einer Knieverletzung aus und konnte nicht mehr weiterspielen.

Alba Volan dreht das Spiel

Der Schlussabschnitt begann mit einem Doppelschlag der Gäste. Nur eine Minute, nachdem Verteidiger Juha Allen den Ausgleich erzielt hatte, gingen die Ungarn in Führung: Gästestürmer Mihaly nutzte einen Stellungsfehler der Caps-Abwehr und überwand Torhüter Cassivi mit einem Schlagschuss. Bei diesem Treffer machte der Goalie der Wiener keine gute Figur.

Selmser Treffer bringt Verlängerung
Nach dem Führungstreffer der Ungarn geriet das Spiel der Wiener ins Stocken. Als viele in der Halle bereits mit einem Auswärtssieg rechneten, nahm sich Sean Selmser ein Herz. Der Center der dritten Linie konnte ausgleichen – Verlängerung!

Entscheidung Sekunden vor Ende der Verlängerung
Waren die Vienna Capitals über weite Strecken der regulären Spielzeit zu umständlich und fehlerhaft im Spielaufbau, so erarbeiteten die Gastgeber in der Verlängerung ein Übergewicht und hatten Torchancen beinahe im 30-Sekunden-Intervall. Doch erst elf Sekunden vor dem Ende der Verlängerung erhielt der Schwede Casparsson die Scheibe an der blauen Linie und konnte mit einem beherzten Schlagschuss den nicht immer sicher wirkenden Gästetorhüter Hetenyi bezwingen. Ein nicht unverdienter, nicht unglücklicher und nicht unwichtiger Sieg für die Vienna Capitals, der Trainer Kevin Gaudet nicht ganz zufrieden stellte.

Kevin Gaudet (Trainer Vienna Capitals): “Wir haben heute über weite Strecken des Spiels zu kompliziert gespielt. Die verletzten Spieler benötigen einfach noch etwas mehr Spielpraxis um wieder diesen harten Rhythmus zu bekommen, den jeder Spieler benötigt. Am Ende haben wir heute glücklich aber als bessere Mannschaft gewonnen.”

Peter Casparsson (Vienna Capitals): “Das war heute sicher kein schöner Sieg, der in die Teamgeschichte eingehen wird. Für uns war es wichtig, dass wir dieses Spiel gewinnen. Wer das entscheidende Tor macht ist völlig egal. Wichtig ist nur, dass wir gewinnen.”

Krisztian Palkovics (Alba Volan): “Elf Sekunden vor dem Ende der Verlängerung zu verlieren ist sehr bitter. Wir waren heute definitiv nicht die schlechtere aber die etwas unglücklichere Mannschaft. Gratulation an die Vienna Capitals sie haben dieses Spiel sauber und sehr fair gewonnen.”

Vienna Capitals – SAPA Fehervar 4:3 n.V. (2:1,0:0,1:2,1:0)
Wien, Albert-Schultz-Halle, 2.900, SR Trilar
Tore: M. Rodman (2./PP), Werenka (13./PP), Selmser (54.), Casparsson (65.) bzw. Mihaly (2., 44.), Alen (43.)
Strafminuten: 6 bzw. 16

KHL Medvescak Zagreb – Olimpija Laibach 1:4 (1:0,0:4.0:0)
Zagreb, Dom sportova, 6.500, SR Smetana
Tore: Fox (12.) bzw. Higgins (25.), Kuznik (30.), Music (30.), Golicic (38.)
Strafminuten: 6 bzw. 12

HK Jesenice – KAC 6:4 (2:0,1:2,3:2)
Jesenice, Dvorana Podmezakla, 1.122, SR Veit
Tore: Elik (7./Penalty), Sabolic (17.), Kovacevic (30./PP), Makrov (46./PP), Jeglic (50.), Hebar (58./PP) bzw. Schuller (22./PP, 44.), Craig (30.), Furey (56./PP)
Strafminuten: 20 plus 10 Minuten Disziplinar Sabolic, Hebar bzw. 20 plus 10 Minuten Disziplinar Pöck

Graz 99ers – Black Wings Linz 3:1 (1:0,0:1,2:0)
Graz, Eishalle Liebenau, 4.000, SR Berneker/Tschebull
Tore: Herzog (12.), Norris (59./PP), Pare (60./EN) bzw. Purdie (40.)
Strafminuten: 4 bzw. 12

Thomas Muck
In Kooperation mit sportreport.at 

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