BZÖ will Kandidaten aus Wien in Wiener Wahl schicken

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Das Wiener Rathaus vor zartorange
Das Wiener Rathaus vor zartorange - © Vienna Online
Die Schlacht ums Wiener Rathaus wird doch ohne Petzner auskommen müssen: BZÖ-Obmann Josef Bucher will bei der Landtagswahl in Wien mit einem Wiener oder einer Wienerin antreten. Und man taktiert: Es soll sich um eine bereits “bekannte Persönlichkeit” handeln.

In der verbleibenden relativ kurzen Zeit wäre es nicht möglich, jemand Unbekannten zu bewerben, meint er im APA-Interview. Auf einen möglichen Kandidaten festlegen will er sich allerdings noch nicht. Die Spitzenkandidaten-Frage für Wien soll bis Herbst geklärt werden. Auf Bundes-Ebene sieht Bucher in der Opposition “Gemeinsamkeiten” mit den Grünen in Sachfragen und eine entsprechende “Achse” im U-Ausschuss.

In Wien tritt der Freiheitliche Parteiobmann Heinz-Christian Strache als Herausforderer von Bürgermeister Michael Haupt (S) an, gerade deshalb vermeint das BZÖ hier den Wunsch nach einer Alternative zu verspüren. Vorher muss aber noch die Wiener Landesgruppe auf Vordermann gebracht werden, denn die ließ in den vergangenen Monaten eher mit internen Querelen aufhorchen.

Scheibner soll Landesgruppe aufmöbeln

Der stellvertretende Bündnisobmann Herbert Scheibner wurde deshalb mit der organisatorischen Arbeit beauftragt. “Er kennt die Wiener Verhältnisse sehr gut, er kennt die Chancenpotenziale sehr gut und er verkörpert auch das Spektrum, das wir abdecken wollen mit unserer Politik, nämlich eine bürgerliche Politik der Mitte zu machen. Damit wird er auch betraut sein in nächster Zukunft, ohne jetzt die Spitzenkandidaten-Frage zu klären. Das wird wahrscheinlich noch bis in den Herbst dauern”, so Bucher.

Vor Wien sind allerdings noch in diesem Jahr Landtagswahlen in Oberösterreich und Vorarlberg zu schlagen. Ein Antreten in beiden Ländern sei fix. Bucher geht außerdem davon aus, dass die Orangen dann in zwei weiteren Landtagen vertreten sind: “Die Vorbereitungen laufen, alles ist auf Schiene. Wir werden in beide Landtage einziehen, das sagen uns die Umfragen voraus.” Im nächsten Jahr wird auch im Burgenland gewählt, und dort “schwebt” dem BZÖ ebenfalls eine Kandidatur vor, so Bucher.

Orange glauben an Gemeinsamkeiten mit Grün

Während sich die Orangen keine “Verbindung” mit Blau vorstellen können, ortet man bei den Grünen Gemeinsamkeiten. “Mit den Grünen haben wir auf der Sachebene durchaus Gemeinsamkeiten, was die Eindämmung der Schuldenentwicklung, die Rechnungshof-Kontrollen oder die Minderheitenrechte im Hohen Haus anbelangt”, erklärte Bucher und weiter: “Wir sind die einzigen mit den Grünen gemeinsam, die substanzielle Oppositionspolitik machen und auf Missstände oft wortident reagieren”, meinte Bucher.

Auch im kürzlich eingesetzten Spionage-Ausschuss wollen die beiden Parteien wieder zusammenarbeiten. Mit Ewald Stadler, BZÖ-Fraktionsführer, und seinem Kollegen von den Grünen, Peter Pilz, gebe es eine “Achse, die sich in einigen Bereichen sehr gut auskennt”. Sie sollen im U-Ausschuss einen “wichtigen Beitrag” leisten, so Bucher.

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