bwin und PartyGaming größter börsenotierter Glücksspielkonzern

bwin und PartyGaming größter börsenotierter Glücksspielkonzern
Der österreichische Online-Glücksspielkonzern bwin, der das operative Geschäft über seine auf Gibraltar ansässige Tochter bwin International Ltd betreibt, wird nach der geplanten Fusion und Gründung einer gemeinsamen neuen Gesellschaft mit der britischen PartyGaming (PG) zum weltgrößten börsenotierten Online-Glücksspielkonzern aufsteigen.

Die neue in London börsenotierte Gesellschaft weist pro forma auf Basis der beiden Jahresabschlüsse 2009 Nettospielerträge in Höhe von 682 Mio. Euro auf, davon entfallen auf bwin 373 und auf PG 309 Mio. Euro, geht aus den heute, Donnerstag, veröffentlichten Unterlagen zum geplanten Merger hervor. Das operative Ergebnis (EBITDA) wird mit 196 Mio. Euro angegeben. 94 Mio. Euro kommen von PG und 102 Mio. Euro von bwin. Die erwarteten Synergien vor Steuern werden mit 55 Mio. Euro beziffert, die Netto-Cash-Position mit 153 Mio. Euro beziffert (bwin: 97 Mio., PG: 56 Mio.).

33 Prozent der Nettospielerträge werden im Geschäftsfeld Poker (226 Mio. Euro, PG: 137 Mio., bwin: 89 Mio.) erwirtschaftet, 208 Mio. Euro mit Sportwetten (31 Prozent, bwin: 195 Mio., PG: 13 Mio.), 200 Mio. Euro mit Casino-Aktivitäten (29 Prozent, PG: 136 Mio., bwin: 64 Mio.) und 48 Mio. Euro (PG: 23 Mio., bwin: 25 Mio.) oder 7 Prozent mit Bingo und anderen Spielen.

Mit 682 Mio. Euro Nettospielerträgen liegen die beiden Gesellschaften klar vor den Konkurrenten William Hill (228 Mio. Euro), Sportingbet (206 Mio. Euro) und Ladbrokes (180 Mio. Euro). Beim EBITDA sind die nächsten Konkurrenten Playtech (94 Mio. Euro) und William Hill (83 Mio. Euro).

Regional betrachtet erwirtschaftet PG 18 Prozent der Erlöse in Deutschland, 16 Prozent in Großbritannien und 14 Prozent in Kanada. bwin macht 31 Prozent seiner Erlöse in Deutschland, weniger als 1 Prozent entfallen auf Großbritannien und Kanada. Dafür nehmen Griechenland mit 11 Prozent und Italien mit 9 Prozent sowie Frankreich mit 7 Prozent einen wichtigen Platz ein. PG erwirtschaftet in Frankreich nur 4 Prozent und in Italien nur 2 Prozent, in Griechenland weniger als 1 Prozent ihrer Erlöse.

Den Angaben nach haben bereits 28,5 Prozent der PG-Aktionäre und 14,4 Prozent der bwin-Aktionäre dem Deal zugestimmt. Die neue Gesellschaft wird aktienmäßig auf der PartyGaming aufsetzen.

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