“Buzz Boutique” in der Wiener Arena: Junge Bands bei neuem Musikfestival

Am Sonntag findet die erste "Buzz Boutique" in der Wiener Arena statt.
Am Sonntag findet die erste "Buzz Boutique" in der Wiener Arena statt. - © Buzz Boutique
Am Sonntag findet zum ersten Mal die “Buzz Boutique” in der Wiener Arena statt. Auf zwei Bühnen sorgen junge, aufstrebende Bands wie Beau, Kytes oder The Prettiots für Stimmung, Food Trucks für die Versorgung.

Die Auswüchse der “Internet-Hype-Blogosphere” sollen am 25. Oktober in der Wiener Arena abgebildet werden. Man könnte wohl auch Musikfestival mit kulinarischer Komponente dazu sagen.

Angedacht ist die “Buzz Boutique” als jährlich ein- bis zweimal wiederkehrendes Event, das sich aus dem Getümmel zwischen Facebook, Soundcloud und diversen Musikblogs einige Schmankerl herauspickt und nach Österreich bringt.

“Buzz Boutique”: Vielfältiges Programm durch Social Media

Dass dabei der weite Anreiseweg aber nicht Voraussetzung für einen Auftritt ist, beweist bei der ersten Ausgabe das österreichische Duo Beau. Dessen aktuelle Single nennt sich zwar “Stay Wild”, musikalisch wird aber ganz auf leichtfüßigen Gitarrenpop gesetzt. In eine ähnliche Kerbe schlägt die deutsche Formation Kytes, die sich auf den Songs ihrer Ende November erscheinenden EP “On the Run” aber noch um eine Spur verspielter präsentiert – hymnische Arrangements inklusive.

Genau dieser Punkt scheint den knapp ein Dutzend Acts der “Buzz Boutique” aber ohnehin gemein: Kaum eine Band, kaum ein Solokünstler, der nicht Richtung Wiedererkennungswert dank eingängiger Refrains schielt. So auch die vierköpfige US-Formation Howard um Sänger und Namensgeber Howard Feibusch. Anfang des Jahres wurde das Debütalbum “Religion” vorgelegt, auf dem man es sich zwischen Folk, elektronischen Einsprengseln und vertrackter Rhythmik bequem gemacht hat. Eine Mischung, die oft unter dem Schlagwort Folktronica firmiert, hier aber durch eine Liebe zu verzerrten Gitarren nochmals erweitert wird.

Nicht nur Genregrenzen, sondern auch Ländergrenzen hat Robert Laupert für sein Projekt L’Aupaire überwunden. Der gebürtige Deutsche suchte in einem Studio in Holland die Antwort, wurde aber erst in einer kleinen Budapester Wohnung fündig. Herausgekommen ist ein Sound zwischen Indie und Balkaneinflüssen, der mitunter an Beirut erinnert, aber noch eine Spur poppiger aus den Boxen kommt. Wem das dennoch zu verträumt erscheint, der kann bei Petite Meller zu knalligem Elektropop aus Frankreich tanzen oder mit Dagny einem “Songbird from the North” lauschen, wie sich die norwegische Sängerin selbst beschreibt. Komplettiert wird das abwechslungsreiche Line-up durch Tenterhook, The Prettiots, Fickle Friends, Jett Rebel sowie Shura.

Tickets für die “Buzz Boutique” sind hier erhältlich.

(APA)

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