Maldonado verlor seinen Startplatz allerdings im Nachhinein. Der Williams-Pilot wurde wegen Behinderung des deutschen Force-India-Fahrers Nico Hülkenberg in der Qualifikation nachträglich drei Plätze nach hinten versetzt und nimmt den Lauf nunmehr von Platz sechs aus in Angriff.
Der spanische WM-Spitzenreiter Fernando Alonso wurde im Ferrari zwar nur Sechster, war aber trotzdem der beste Toppilot abgesehen von Button, der am 23. Mai 2009 in Monaco zuletzt eine “Pole” erobert hatte. Doppel-Weltmeister Sebastian Vettel verpasste nämlich ebenso wie sein deutscher Landsmann Michael Schumacher den dritten und letzten Quali-Abschnitt und musste sich mit Rang elf begnügen.
Der 25-Jährige startet jedoch von Platz zehn in den zwölften WM-Lauf der Saison, da sein siebentplatzierter Red-Bull-Teamkollege Mark Webber nach einem Getriebewechsel fünf Positionen einbüßt. Rekordchampion Schumacher, der am Sonntag seinen 300. Grand Prix fährt, landete im Mercedes auf Rang 13. “Wir sind zu langsam. Es tut natürlich weh, wenn man um eine Hundertstel zu langsam ist”, meinte Vettel angesichts der Tatsache, dass ihm am Ende exakt zwölf Tausendstel auf den Sprung in Q3 fehlten.
Nach Qualifying-Ende setzte es auch noch eine Strafe für Sebastian Vettel: Der Deutsche muss für einen simulierten Start in der Boxengasse 10.000 Euro berappen. In der Mitteilung durch den Internationalen Automobilverband (FIA) hieß es, dass das Red-Bull-Team und auch Vettel den Verstoß beim freien Training am Samstagvormittag selbst umgehend realisiert und gemeldet hätten. Startübungen in der Boxengasse sind verboten.
(APA)