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Burgstaller will Handelsschule abschaffen

Salzburges Landeshauptfrau Gabi Burgstaller möchte die Handelsschule abschaffen. Salzburges Landeshauptfrau Gabi Burgstaller möchte die Handelsschule abschaffen. - © APA/Barbara Gindl
Salzburgs Landeshauptfrau und Bildungsreferentin Gabi Burgstaller (SPÖ) will die Handelsschulen (HASCH) abschaffen, wie ORF Salzburg am Mittwoch berichtet.

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Viele Jugendliche würden dort nur ein Jahr absitzen, bevor sie eine Lehre beginnen, oder überhaupt nur auf das Ende der Schulpflicht warten, so ihre Begründung. ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon reagierte in einer Aussendung “mit Befremden” auf den Vorstoß und stellte klar, dass am berufsbildenden Schulwesen in Österreich “nicht gerüttelt” werde. Ablehnung kam auch von Wiens Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ).

Burgstaller: „Auffangbecken für schlecht und lernunwillige Schüler“

Aus Burgstallers Sicht sind die Zeiten der HASCH vorbei, die acht Standorte in Salzburg würden immer mehr zum Auffangbecken für schlechte und lernunwillige Schüler. Jobs, die früher an HASCH-Absolventen vergeben wurden, würden heute HAK-Abgänger erhalten. Als Vorbereitung für den Beruf seien indes die polytechnischen Schulen wesentlich besser geeignet, nach welcher eine Lehre, auch in Kombination mit der Matura, begonnen werden könne.

ÖVP kritisiert Burgstaller-Vorschlag

Amon betonte, dass die Probleme in der 9. Schulstufe bekannt seien. Deshalb aber gleich einen ganzen Schultyp abschaffen zu wollen, “ist ein höchst eigenartiger Zugang, der von der eigentlichen Problemlösung weit entfernt ist”. Das berufsbildende Schulwesen sei Grund für die vergleichsweise geringe Jugendarbeitslosigkeit. Amon will künftig verstärkt auf Bildungsberatung setzen und den Abschluss der Schulpflicht an Kompetenzen knüpfen.

Wiens Stadtschulratspräsidentin gegen Abschaffung der HASCH

In Wien würden die HASCH “vielen Jugendlichen entscheidende Möglichkeiten in ihrer weiteren Ausbildung sowie am Arbeitsmarkt” ermöglichen, wandte sich auch Brandsteidl gegen eine Abschaffung der Schulform. Viele der rund 3.000 Schüler an den 15 Wiener HASCH-Standorten würden über nachfolgende Aufbaulehrgänge eine Matura absolvieren. Die Alternative, die Schüler “sofort auf den Arbeitsmarkt zu werfen, stellt sich aus Wiener Sicht keinesfalls und kann wohl auch kaum der Intention der Salzburger Landeshauptfrau entsprechen”. (APA)

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