10. Oktober 2012 11:54; Akt.: 10.10.2012 11:54

Bürgermeister Häupl äußert sich zum Streit um das Parkpickerl

Man wolle die Pendler nicht vertreiben, so Bürgermeister Michael Häupl. Man wolle die Pendler nicht vertreiben, so Bürgermeister Michael Häupl. - © APA
Nach erneuter Kritik aus Niederösterreich mischt sich nun auch Bürgermeister Michael Häupl in die Diskussion um das Parkpickerl ein. Man wolle die Pendler nicht vertreiben oder aussperren, versicherte er am Mittwoch. Von einer Ausweitung der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung – wie von Maria Vassilakou oder Franz Prokop vorgeschalgen – hält er nichts.

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“Wir wollen Menschen, die zu uns kommen, um zu arbeiten, nicht vertreiben”, versicherte Michael Häupl und stellte klar: Von einer großräumigen weiteren Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung hält er nichts. Die Kritik aus Niederösterreich war auch von höchster Stelle gekommen – von Häupls Amtskollegen Erwin Pröll.

Erwin Pröll kritisier Parkpickerl

Der niederösterreichische Landeshauptmann bezeichnete Überlegungen, die Pickerl-Zonen noch einmal zu erweitern, als “unfreundlichen Akt”. Laut Häupl ist die Maßnahme aber keinesfalls als solcher gedacht. “Auch der Erwin Pröll hat dafür Verständnis geäußert, dass man das knappe Gut Parkplätze regulieren muss”, erinnerte Häupl an gemeinsame Auftritte mit dem Landeshauptmann-Kollegen. Das Einvernehmen mit Niederösterreich sei weiterhin gut, versicherte der Wiener Bürgermeister. Es gebe Gespräche, etwa zu wichtigen Fragen wie Garagenbau bzw. die Schaffung von Park&Ride-Plätzen.

Neue Kurzparkzonen noch im Oktober möglich

Dass nun die Anfang Oktober neu eingerichteten Kurzpark-Bereiche noch einmal erweitert werden, schloss Häupl nicht aus – wobei er auf die Zuständigkeit der Bezirke verwies. Die Zone noch einmal massiv zu vergrößern, sei aber nicht geplant: “Da geht es um relativ kleine Adaptierungen. Ich brauch keine Parkraumregulierung bei der Jubiläumswarte in Ottakring.” Häupl betonte, dass er und die zuständige Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou auch “jederzeit” bereit sind, mit den Bezirken Währing und Döbling zu reden. Diese sind derzeit besonders betroffen – weil sie das Parkpickerl ablehnen und nun unter Parkplatznot leiden. Gegen den Willen der Betroffenen werde die Parkraumbewirtschaftung dort aber nicht eingeführt, betonte Häupl: “Ich will nicht, dass über Bezirke drübergefahren wird.” (APA)

Weitere Infos rund ums Parken in Wien finden Sie in unserem Special.



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