24. Oktober 2012 15:13; Akt.: 24.10.2012 15:13

Bub allein am Westbahnhof zurückgelassen: Mutter in Dortmund ausgeforscht

Am Wiener Westbahnhof blieb der Bub allein zurück - nun fand man die Mutter Am Wiener Westbahnhof blieb der Bub allein zurück - nun fand man die Mutter - © Wikimedia Commons/Tsui (Sujet)
Wie nun bekannt wurde, befindet sich die Mutter jenes Zwölfjährigen, der im September allein am Wiener Westbahnhof zurückgelassen worden war, in Dortmund. Eine Familienzusammenführung steht bevor.

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Dass die Mutter des am Westbahnhof zurückgelassenen Zwölfjährigen ausfindig gemacht wurde, berichtete die “Kronen Zeitung” in ihrer Mittwochausgabe – und Norbert Ceipek von der Betreuungseinrichtung “Drehscheibe Augarten”, in der sich der Bub befindet, bestätigte dies. Demnächst soll die Familie in Deutschland zusammengeführt werden.

Deutscher Suchdienst fand Mutter

Die Familie war aus Syrien geflüchtet. Am 20. September wurde das erst zwölf Jahre alte Kind allein am Westbahnhof zurückgelassen, weil das Geld für die Weiterreise nicht gereicht habe.

Derzeit befindet sich die Mutter in einer Unterkunft vom Roten Kreuz, sagte Ceipek. Gefunden wurde die Frau vom deutschen Suchdienst, sie hat zwei Kinder bei sich. Neben dem Zwölfjährigen soll sie noch drei weitere Kinder haben, wo diese sich aufhalten, sei derzeit allerdings nicht bekannt, sagte Ceipek. Auch der Aufenthaltsort des Vaters sei unklar, laut Angaben der Mutter soll er sich noch in einem Lager in der Türkei befinden.

Am Westbahnhof alleingelassener Bub sprach mit Mutter

“Die Mutter wird mit ihren zwei Kindern heute oder morgen in Deutschland um Asyl ansuchen”, erläuterte Ceipek. Sobald das geschehen ist, soll über das sogenannte Dublin-Verfahren, welches die Zuständigkeit bei Asylverfahren in EU-Staaten regelt, die Familienzusammenführung angestrebt werden – im Beisein des zuständigen Jugendamtes. “Von österreichischer Seite gibt es dafür keine Hinderungsgründe”, sagte Ceipek.

Unterdessen hat der Zwölfjährige bereits mit seiner Mutter telefoniert. “Er ist sehr froh und beruhigt, dass seine Mutter und seine Geschwister aufgetaucht sind”, erzählte Ceipek. Bis zur Übergabe an die deutschen Behörden bleibt der Bub “in unserer Obsorge”, so der “Drehscheibe”-Leiter zum Fall um das am Westbahnhof zurückgelassene Kind.

(apa/red)



Kommentare 1
  1. Ursprünglich hatte es ja geheißen, dass die Familie aus Afghanistan ist. Nur der Sohn soll Syrer sein (wie immer das auch gehen soll). Was kommt als nächstes? Vielleicht ist die Familie ja vom Mars, der Sohn von Tau Ceti ...
    Hier eure alte Einleitung:
    "Ende September ereignete sich am Wiener Westbahnhof ein menschliches Drama: Eine fünfköpfige Flüchtlingsfamilie, die aus Afghanistan gekommen war, ließ ihren zwölfjährigen Sohn einfach zurück, weil sie sich nicht für die ganze Familie Zug-Tickets für die Weiterfahrt leisten konnte."
    Auch interessant: "Eltern und Geschwister, mit denen er Afghanistan verlassen hatte, um in Europa ein besseres Leben zu beginnen, hatten am Westbahnhof den Zug bestiegen ..."

    Aha, da waren die Eltern noch dabei. Papi ist aber jetzt wieder zurück ins Lager in die Türkei, oder was? Wollt ihr uns verarschen?

    Und hier der Rest der Lügengeschichte:
    http://www.vienna.at/fluechtlingsdrama-am-westbahnhof-eltern-lassen-12-jaehrigen-buben-allein-zurueck/3381526
    Kommentar durch Userwertung ausgeblendet
     

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